Mittagsjournal

Ö1 Mittagsjournal

Toni Innauer ist bei Bernt Koschuh "Im Journal zu Gast".

Beiträge

  • Brexit: Niemand hat gesiegt

    Gestern früh um halb acht gab es in Brüssel die große Verkündigung: Einigung in drei Streitpunkten, damit können die Brexit-Verhandlungen in die zweite Runde gehen. Was aber ist offenbar zur Zufriedenheit der EU und Großbritanniens geregelt? Acht Jahre lang bleibt für EU-Ausländer auf der Insel alles gleich und die Abschlagszahlung für den Austritt aus der Union - eine Summe zwischen 45 und 60 Milliarden Euro - wird von London überwiesen; der komplizierte Punkt Grenze Nordirland-Republik Irland - aus der nach dem Brexit ja eine EU-Außengrenze wird, dieser Punkt wird im Detail ausgelassen, eine offene Grenze soll es aber bleiben.

    - Ist damit der Brexit sozusagen auf Schienen? Und wird die Scheidung Großbritanniens von der EU eine einvernehmliche, eine schmutzige, oder überlegt es sich das vereinigte Königreich vielleicht doch noch einmal und bleibt? Viele Fragen, die sich derzeit stellen. Die britische Politologin Melanie Sully meint, die Vereinbarung sei ein „Meisterstück der kreativen Ambivalenz“, jeder habe irgendetwas gewonnen, aber keiner gesiegt und es gebe unzählige Hintertüren, so Sully im Ö1-Mittagsjournal.

  • #me too-Debatte: Drei Rücktritte in USA

    In den USA gab es diese Woche drei Rücktritte von Kongressabgeordneten - ihnen allen werden Zudringlichkeiten, Grapschereien und geradezu unglaubliche Anzüglichkeiten vorgeworfen: der jüngste Fall - ein Abgeordneter, der zwei seiner Mitarbeiterinnen überreden wollte, als Leihmütter zu fungieren - mit - so der Vorwurf - der unverhohlenen Aufforderung zum Sex. Die "metoo"- Aktion erreicht offenbar die Politik, und die Frage ist: kommt auch der offen sexistische Präsident der USA unter Druck?

  • Sufis als Zielscheibe

    Es war der blutigste Anschlag in der Geschichte Ägyptens. 311 Menschen ließen ihr Leben, als militante Islamisten vor über zwei Wochen eine Moschee im Nordsinai angegriffen haben. Mitten während des Freitagsgebetes schossen die Terroristen wild um sich. Das Ziel, die Radwah-Moschee, ist dafür bekannt, dass muslimisches Sufis dort ihre Rituale abhalten. Dass Sufis nun mitten im Gebet von Dschihadisten angegriffen werden, ist ein Novum in Ägypten. Sind die Sufis nun neben der christlichen Minderheit im Land zur neuen Zielscheibe für Terroristen geworden? ORF-Korrespondent Karim El-Gawhary ist dieser Frage in Ägypten nachgegangen und stellt uns die Welt der Sufis vor.

  • Koalitionsverhandlungen im Endspurt

    Die Koalitionsverhandlungen zwischen ÖVP und FPÖ gehen auch über das lange Wochenende weiter. Am gestrigen Feiertag wurde bis spät in die Nacht verhandelt, auch morgen kommt die so genannte Steuerungsgruppe mit den Parteiobmännern Sebastian Kurz (ÖVP) und Heinz-Christian Strache (FPÖ) wieder zusammen. Wie weit fortgeschritten die Verhandlungen schon sind, ist offiziell nicht zu erfahren. Ein Abschluss noch vor Weihnachten scheint aber sehr realistisch.

  • 12-Stunden-Tag: Steigende Belastung

    Flexiblere Arbeitszeit und damit auch der 12-Stunden-Tag - über diesen Plan von ÖVP und FPÖ wird derzeit viel diskutiert. Doch was würde das aus Sicht der Arbeitsmedizin und Arbeitspsychologie bedeuten? Die Stressbelastung und das Gesundheitsrisiko wird größer, je länger man arbeitet. Pausen werden dafür umso wichtiger - und dabei sind die Österreicherinnen und Österreicher nicht besonders gut im Pause-Machen.

  • "Im Journal zu Gast": Toni Innauer

    Immer neue Vorwürfe, immer neue Vorfälle - sexualisierte Gewalt im Skisport war offenbar in Österreich gang und gäbe, Zeugen und Betroffene melden sich zu Wort, berichten von erniedrigenden Einstandsritualen, systematischen Vergewaltigungen, der Bezeichnung "Frischfleisch" für junge Skifahrerinnen.

    Toni Innauer, einst Weltklasse-Skispringer, danach Trainer, Betreuer und Lehrer, hat sich zuerst in einem Kommentar zu Wort gemeldet. Unter der Überschrift #me-almost-too - also "ich fast auch" – berichtet er von Schilderungen von Kollegen, die rituell „gepastert“ wurden, ein "Aufnahmeritual zur Gefügigmachung". Und Innauer kritisiert die Haltung und Vorgangsweise des Schiverbandes ÖSV in dieser Frage, die er in der ersten Reaktion nach Aufkommen der Schilderungen von Nikola Werdenig-Spieß als „nicht angemessen“ bezeichnet. Nun hat er Ö1 ein ausführliches Interview gegeben. Toni Innauer ist bei Bernt Koschuh „Im Journal zu Gast“.

  • Pflegekräfte über neue Plattform

    Ein Art Dating-Agentur für die Pflege - das bietet ein junges Kärntner Unternehmen seit April an. "Harmony and Care" heißt die Firma, und sie hat ein Computerprogramm entwickelt, mit dem man für jeden zu Pflegenden die möglichst gut passende Betreuungskraft für die 24-h-Pflege finden kann. Probleme bei der Rund-um-die-Uhr-Betreuung daheim und der dann folgende oftmalige Wechsel der Pflegekraft sind nämlich ein großes Problem.

  • Die Causa Buwog

    Seit mehr als acht Jahren beschäftigt die Buwog-Affäre Staatsanwaltschaft, Politik, Gerichte und Öffentlichkeit. Es geht im Wesentlichen um knapp 10 Millionen Euro, die rund um die Privatisierung der Bundeswohnungen 2004, von der Immofinanz an Freunde von Ex-Finanzminister Karl Heinz Grasser gezahlt wurden. Die Hauptrollen in der Causa spielen neben Grasser, sein Trauzeuge Ex-FPÖ-Politiker Walter Meischberger, Lobbyist Peter Hochegger und Immobilienmakler Ernst Karl Plech.

    Die Affäre zeichnete sich durch äußerst zähe Ermittlungen aus, Gerichtspannen und Einsprüche der Beschuldigten. Und auch jetzt, kurz vor Prozessstart kommende Woche, ist noch nicht sicher, ob die richtige Richterin den Prozess leitet. Petra Pichler mit einem Rückblick auf die Causa Prima:

  • Handynetze am Limit

    Die Kurier-Futurezone und das Branchen-Magazin connect testen jedes Jahr die Mobilfunk-Netze der großen Telekommunikationsbetreiber A1, T-Mobile und Hutchinson Drei. Auch wenn der Qualität grundsätzlich ein gutes Zeugnis ausgestellt wird, so stoßen die Netze doch zeitweise an ihre Kapazitätsgrenzen. Die Netzbetreiber wollen das so nicht sehen, investieren aber dennoch laufend Millionen Euro in Verbesserungen.

  • Staatsbegräbnis für Johnny Hallyday

    In Frankreich ein Superstar, bei uns weniger bekannt, das war der Rocksänger Johnny Hallyday - in den fünfziger Jahren war er der erste Sänger in Frankreich, der Lieder von Elvis Presley übersetzte, sein turbulentes Privatleben haben die Franzosen ebenso mit Wonne verfolgt wie Hallydays Kleidungsstil, irgendwo zwischen Fluch der Karibik und Schwarze Messe – am Mittwoch ist Jonny Hallyday verstorben, heute findet in Paris ein Staatsbegräbnis für ihn statt.

  • Volksoper: Ballett "Romeo et Juliette"

    Eine neue Ballettfassung von Romeo und Julia hat heute Abend an der Wiener Volksoper Premiere, und zwar nach der eher selten aufgeführten Musik von Héctor Berlioz. Seine dramatische Symphonie „Roméo et Juliette“ für Orchester, Chor und Gesangssolisten bildete die Grundlage der Auftragsarbeit des italienischen Choreographen Davide Bombana für das Wiener Staatsballett. Zu sehen sind Tänzerinnen und Tänzer beider Häuser, das Ballettensemble der Volksoper und Solotänzer der Staatsoper.

    >>Link: Volksoper

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