Irene Diwiaks dystopisches Urlaubsparadies

"In unserem Zimmer war es eigentlich erträglich". Von Irene Diwiak. Es liest: Katharina Knap. Gestaltung: Edith-Ulla Gasser

Sie ist erst 26 Jahre alt und kann bereits auf eine respektable Publikations- und Auszeichnungsliste verweisen. Irene Diwiaks bevorzugten Gattungen sind die Prosa und das Drama, und in beidem hat sie bereits eindrucksvoll reüssiert. Ihr hochgelobter erster Roman "Liebwies" stand auf der Shortlist für den Debütpreis des Österreichischen Buchpreises, 2013 errang sie den ersten Platz beim FM4 Literaturwettbewerb, und 2016 wurde beim Autorenwettbewerb der Nibelungenfestspiele Worms ihr Stück "Die Isländerin" als Siegerstück uraufgeführt.

In den "Neuen Texten" hören Sie heute Auszüge aus einer bis jetzt unveröffentlichte Erzählung der jungen Grazer Autorin, Titel: "In unserem Zimmer war es eigentlich erträglich". Es geht um einen Urlaub in einer Ferienanlage, die man im Prinzip auch mehrere Wochen lang garnicht zu verlassen bräuchte. In diesem Fall darf man es nicht, denn es gibt da "draußen im Land" nicht näher definierte politische Unruhen. Bei den Touristen innerhalb der Anlage geht es um Komfort und Bequemlichkeit, aber auch um eine seltsame Duldsamkeit und fehlende Wissbegier.

Service

Irene Diwiak, "In unserem Zimmer war es eigentlich erträglich", Manuskript, 2017

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