Eine betende Gläubige

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Wie der Körper Religion ausübt

Leibhafte Religion Teil 1: "Sitzen, knien, stehen - und tanzen?" - Wie der Körper Religion ausübt. - Gestaltung: Markus Veinfurter

König David hat vor der Bundeslade zur höheren Ehre Gottes sogar getanzt. Im Islam wirft man sich regelrecht zu Boden. In den christlichen Kirchen geht es vergleichsweise bedächtig zu: sitzen, stehen und knien - das ist es im Grunde. Der Körper und seine Haltung spielen bei der Ausübung von Religion auf jeden Fall eine wesentliche Rolle.

Viele Menschen nehmen in der Ausübung ihrer Religion auch echte Strapazen auf sich. Wallfahrten gibt es in fast jeder Religion. Oder dem Körper werden Schmerzen zugefügt - durch Selbstgeißelung zum Beispiel. Auf den Philippinen lassen sich gläubige Menschen sogar wie Jesus ans Kreuz schlagen.

Derartige Exzesse stoßen im aufgeklärten Westen auf völliges Unverständnis. Abgesehen von solchen und ähnlichen Bräuchen werden Glaube und Religion in der westlichen Welt mehrheitlich eher als abstraktes Wertesystem gehandelt. Hat hier die Vernunft gesiegt? Oder hat sich eine Art „Verkopfung“ breit gemacht – die wiederum den Menschen in seiner Gesamtheit nicht mehr ernst nimmt? Teil 1 eines Tao-Dreiteilers.

Es kommen zu Wort:
Andreas Redtenbacher: Liturgiewissenschaftler, Augustiner-Chorherr und Leiter des Pius Parsch-Institutes in Klosterneuburg
Karin Preisendanz: Professorin am Institut für Südasien-, Tibet- und Buddhismuskunde der Universität Wien
Stefan Verra: Experte für Körpersprache
Zeynep Elibol: Physikerin und Direktorin der Islamischen Fachschule für Soziale Bildung

Service

Pius Parsch Institut
Universität Wien: Institut für Südasien-, Tibet- und Buddhismuskunde
Stefan Verra
Islamische Fachschule für Soziale Bildung

Sendereihe

Gestaltung

  • Markus Veinfurter