Radiogeschichten

Nebenan Ägypten: "Eine Frau auf dem Gras" von Salwa Bakr. Aus dem Arabischen von Hartmut Fähndrich. Es liest Hans Piesbergen. Gestaltung: Stefanie Zussner

"Ob so ein Mann etwas Gutes bringt", fragt sich die Straßenverkäuferin, als der alte Geheimpolizist sich ihr nähert. Während die Furcht in ihrem Herzen trotz seiner freundlichen Geste wächst, überlegt auch er etwas. Welches Delikt könnte er ihr anhängen, um genug Verhaftungen für seinen Offizier aufzuweisen? Doch die Frau hat auch einen Plan.

Salwa Bakr, 1949 in Kairo geboren, arbeitete nach dem Studium der Betriebswirtschaft und Theaterkritik auf Zypern und im Libanon als Kritikerin in der Theater- und Filmbranche. Heute lebt sie in Kairo, wo 1986 ihr erstes Buch erschien. Mittlerweile zählt Salwa Bakr zu den führenden Schriftstellerinnen ihres Landes, sie propagiert den interkulturellen Dialog zwischen der arabischen und westlichen Welt.

Schwerpunkt ihres erzählerischen Werks, das Romane und Erzählungen umfasst, ist die Lebenswirklichkeit ägyptischer Frauen. Bakrs Figuren gehören oft den untersten sozialen Schichten an und entwickeln ein genaues Bewusstsein ihrer Lage und kämpfen für eine Verbesserung ihrer Situation. Zu den bekanntesten Werken, die auch in deutscher Sprache erschienen sind, zählen neben den Romanen "Atijas Schrein"(1992) und "Der goldene Wagen fährt nicht zum Himmel" der Band "Die einzige Blume im Sumpf. Geschichten aus Ägypten".

Service

Salwa Bakr, "Eine Frau auf dem Gras", aus dem Arabischen von Hartmut Fähndrich, aus "Willkommen in Kairo", Geschichten aus Ägypten, Lenos Verlag 2014

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