Giallo

Ein populäres Filmgenre wissenschaftlich betrachtet
Von Christina Höfferer

Zwischen 1970 und 1975 boomt in Italien der Giallo, ein Subgenre des Thrillers. Im Mittelpunkt steht zumeist ein psychopathologischer Serienkiller, dessen Morde an attraktiven Frauen aufgeklärt werden sollen. Genremerkmale sind eine innovative Kameraführung, ein revueartiger Szenenwechsel und der suggestive Einsatz von Filmmusik. - Der Giallo gilt als Vorbild für amerikanische Slasherfilme und Regisseure wie Quentin Tarantino, der sich dem Genre parodistisch nähert. - Nun interessiert sich auch die Filmwissenschaft immer stärker für dieses Genre. Analysiert werden die Misogynie, die potenzielle Gewaltverherrlichung, aber auch die Produktionskultur, Marketingstrategien und die Rezeption durch die Filmkritik. - Ein erfolgreicher Giallo spielt übrigens in Wien: "Das seltsame Laster der Frau Wardh" von Sergio Martino.

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