Holzbaracke

Reinhold Zisser | Notgalerie

Geschichten aus der Seestadt

Kinderkunstfestival Kasper
Pubic Viewing in der Notgalerie

Kinderkunstfestival Kasper

Der "Soya Sauce and Ketchup Fight" der Künstlergruppe "Mad for Real", Valie Exports und Peter Weibels Performance "Aus der Mappe der Hundigkeit" oder George Brechts "Drip Music" - Tropfenmusik. Kinder spielen berühmte Performances nach, schlüpfen in ungewohnte Rollen, werden selbst zu Künstlerinnen. Sie führen ihre Eltern an Hundeleinen durch die Straßen, lassen Wassertropfen klingen, schneiden im Friseursalon den Erwachsenen die Haare. Das Performance-Spiel "Playing up" ist Teil des Kinderkunstfestivals "Kasper", das kommenden Samstag bei freiem Eintritt in der Seestadt Aspern stattfindet. Organisiert von Susanne Wolfram und Emilija Jovanovic richtet sich das Festival an Kinder und Erwachsene jeden Alters. Neben den Performances zum Mitmachen und Nachmachen stehen unter anderem auch Workshops in den verschiedensten Kunstsparten auf dem reichhaltigen Programm sowie Konzerte von Matthäus Bär, Björn Wilker und anderen. Kasperltheater darf natürlich auch nicht fehlen. Und der britisch-stämmige Urbanist Eugene Quinn bietet Spaziergänge durch die Seestadt an.-
Gestaltung: Sophie Menasse


Pubic Viewing in der Notgalerie

Bis zum 15. Juli werden sich in Wien Aspern Kunst und Fussball ein Spielfeld teilen. Denn im Grünland zwischen der Wiener Seestadt und der U-Bahnstation Aspern Nord steht momentan nicht nur eine Videowand auf der erwartet bis zu 2000 Menschen die Spiele der Fussball-Weltmeisterschaft verfolgen werden, sondern auch die sogenannte "Notgalerie". Ein schlichter Holzbau, der 1946 als Notkirche in Wien Döbling errichtet wurde, 1969 einem Neubau weichen musste und dann bis 2001 in Wien Donaustadt als Kirche diente. Vierzehn Jahre lag die Holzkirche nach ihrer Schließung dann im Dornröschenschlaf hinter wucherndem Gestrüpp, bis ein neuer Eigner das Gelände freilegen ließ, der Künstler Reinhold Zisser das Gebäude entdeckte und als Kunstraum adaptierte. Nach zwei Jahren sollten schlussendlich neue Wohnbauten auf der Gottesbrache entstehen und der zur Galerie gewordenen Kirche drohte zum zweiten Mal in ihrer Geschichte die Zerstörung. Zisser beschloss das Baudokument zu retten. Die Holzkonstruktion wurde erneut in ihre Einzelteile zerlegt und 2017 als Dauerinstallation vor die Tore der jungen Seestadt in Aspern verpflanzt. Unter dem Titel "Pubic Viewing" haben Reinhold Zisser und der Medienkünstler Christoph Schwarz dort nun ein Team von rund 20 Kunstschaffenden um sich geschart, um das Spannungsfeld zwischen der Kunst und dem "Gott Fussball" im ehemaligen Sakralbau der "Notgalerie" auszuloten.- Gestaltung: Roman Tschiedl












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