Im Gespräch
"Es gibt eine Lust, alles niederzubrennen."
Carolin Amlinger und Oliver Nachtwey, Sozialforscher, im Gespräch mit Armin Wolf
13. Februar 2026, 16:05
"Es gibt eine Lust, alles niederzubrennen. Und sie zielt auf die Zerstörung der liberalen Ordnung selbst." So fassen Carolin Amlinger und Oliver Nachtwey zusammen, was viele Anhänger radikaler Politiker wie Donald Trump oder Marine Le Pen antreibt: Enttäuschung, Kränkung und eine enorme Wut über uneingelöste Versprechen der liberalen Demokratie und schwindende Aufstiegschancen. Sie beschreiben das in ihrem jüngsten Buch "Zerstörungslust. Elemente des demokratischen Faschismus", das 2025 bei Suhrkamp erschien und mit dem "Geschwister-Scholl-Preis" ausgezeichnet wurde. Amlinger und Nachtwey forschen und lehren als Sozialwissenschafter an der Universität Basel. 2022 wurde ihr erstes gemeinsames Buch "Gekränkte Freiheit. Aspekte des libertären Autoritarismus" zum vieldiskutierten Bestseller. Auf Basis empirischer Studien analysierten sie darin die Motive von "Querdenkern" in der Corona-Debatte. Kann es so etwas wie "demokratischen Faschismus" überhaupt geben? Und wie kann die liberale Demokratie der illiberalen "Zerstörungslust" widerstehen?
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- Birgit Dalheimer
