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Punkt eins
China - wie nahe kommt das Reich der Mitte?
Zukunft der chinesisch-europäischen Beziehungen. Gast: Dr. Niels Hegewisch, Friedrich-Ebert-Stiftung, Berlin. Moderation: Philipp Blom. Anrufe 0800 22 69 79 | punkteins(at)orf.at
4. März 2026, 13:00
Mit der Neuordnung der geopolitischen und wirtschaftlichen Machtverhältnisse, die sich in den vergangenen Jahren durch den Krieg in der Ukraine, die zweite Amtszeit von Donald Trump und das Inferno im Mittleren Osten vollzieht, verändert sich auch die Beziehung zwischen China und Europa entscheidend. Chinas Aufstieg zur wirtschaftlichen Weltmacht und seine Kontrolle über essenzielle Rohstoffe und Industrieprodukte stellen Europa vor entscheidende Fragen, denn Europa braucht China mehr als andersherum. Es gibt nur eine relativ geringe Zahl an Produkten, die China aus dem Westen importiert, im Wesentlichen Hochtechnologie und Luxusgüter. In die entgegengesetzte Richtung fließt ein niemals endender Warenstrom per Container in europäische Märkte. Auch Chinas außenpolitische Ambitionen bieten eine neue Herausforderung für eine europäische Politik, die sich nicht mehr auf den Schutz der NATO verlassen kann.
Wie also verändern sich die europäisch-chinesischen Beziehungen? Was ist mit der Frage der Menschenrechte und der wirtschaftlichen Abhängigkeit etwa in Bezug auf die deutsche Autoindustrie und andere Schlüsselbereiche der europäischen Wirtschaft? Gestalten sich diese Beziehungen wirtschaftlich und auch kulturell hauptsächlich als Einbahnstraße, und was könnten beide Seiten voneinander lernen? Ist die Zukunft von chinesischer Dominanz bestimmt, und wenn ja, wie sollte Europa darauf reagieren? Und welche Herausforderungen kommen auf die chinesische Gesellschaft zu, in der demographische Überalterung und spekulative Bau-Investitionen erhebliche Bruchstellen geschaffen haben? Niels Hegewisch ist Referent für China und Asien an der Friedrich-Ebert-Stiftung in Berlin. Im Gespräch mit Philipp Blom kontextualisiert er die Entwicklung der chinesischen Gesellschaft und die politischen Ambitionen der Regierung und beschreibt, welche politischen Auswirkungen sie für Europa haben und haben werden.
Rufen Sie uns an! Haben Sie in China gelebt oder haben sie Fragen zur Zukunft der chinesisch-europäischen Beziehungen? Reden Sie mit in der Sendung, telefonisch unter 0800 22 69 79 oder per E-Mail an punkteins(at)orf.at.
