Arbeitselefanten in Myanmar

AFP/YE AUNG THU

Arbeitslos - verehrt - geschunden

Das Drama um Myanmars Elefanten
Von Peter Jaeggi

Nirgendwo gibt es so viele Arbeitselefanten wie in Myanmar, dem ehemaligen Burma. Ein Großteil ist heute aber arbeitslos. Ein Holzschlagmoratorium der neuen Regierung hat sie zum Nichtstun verurteilt. Für viele eine Katastrophe - auch für die Elefantenführer. - Elefanten gelten in Myanmar als heilig, allen voran die weißen Elefanten. Umso unverständlicher ist es, dass die Riesen gerade dort nicht artgerecht gehalten werden. Aber auch den frei lebenden Exemplaren im Land geht es schlecht.

Wilderer töten durchschnittlich ein Tier pro Woche, ziehen ihm anschließend die Haut ab und schneiden ihm die Stoßzähne ab. Getrocknet wird beides dann zu Medizin für den chinesischen Markt verarbeitet. Ein Problem, das durch die vielen bürgerkriegsähnlichen Konfliktherde schwer unter Kontrolle zu bringen ist.

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