Mittagsjournal

Ö1 Mittagsjournal

Markus Hinterhäuser, Intendant der Salzburger Festspiele, ist am Samstag, 28. Juli 2018 bei Sebastian Fleischer "Im Journal zu Gast".

Beiträge

  • Neue BUWOG-Ermittlungsakten

    Im BUWOG-Prozess ist ein Polizeibericht von der Staatsanwaltschaft in den Gerichtsakt eingebracht worden. Und zwar über die Auswertung von Dateien aus einer Hausdurchsuchung beim mitangeklagten Steueranwalt Gerald Toifl. Die Verteidigung hat beantragt die Unterlagen im Prozess nicht zuzulassen. Ö1 liegen die Unterlagen vor. Es geht um einen E-Mail-Verkehr zwischen einer Steuerberaterin und Toifl, kurz nach Bekanntwerden der BUWOG-Affäre im September 2009.

  • Bogner-Strauß: „Umschichten bei Frauenvereinen“

    Erst vor kurzem hat die Tatsache, dass das Innenministerium ein Pilotprojekt im Bereich der Gewaltprävention einstellt für Aufregung bei Frauenvereinen gesorgt. Jetzt folgen die nächsten Einsparungspläne- und auch die Sorgen bei Frauenvertreterinnen nur noch für Kopfschütteln. Denn Organisationen, die sich für die Rechte von Frauen einsetzen, sollen nun ebenfalls weniger Geld bekommen. In den betroffenen Vereinen ist man fassungslos. Viele Beratungsleistungen würden dadurch unmöglich, da gehe es um Unterstützung in Diskriminierungsfällen ebenso wie etwa Frauengesundheitszentren, heisst es. Es gebe immer mehr Frauen, die von Gewalt betroffen sind, deshalb investiere man mehr in den Gewaltschutz, so Familienministerin Juliane Bogner-Strauß. Mehr Geld werde es nicht geben, es müsse umgeschichtet werden. Fördergelder müssen in Relation zur Leistung vergeben werden, so die Familienministerin.

  • Österreich wird für Jungforscher unattraktiv

    Der Bund investiert zwar mehr Geld in die Forschungsförderung - der Fonds zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung, kurz FWF, wird für die Jahre 2018 bis 2021 um 110 Millionen Euro aufgestockt. Aber das ist längst nicht genug, warnen jetzt rund 50 wissenschaftliche Gesellschaften - geplant ist ein Offener Brief an die Verantwortlichen in der Bundesregierung: Selbst besonders förderwürdige Projekte könnten nicht umgesetzt werden. Für Jungforscher werde Österreich damit immer unattraktiver.

  • SFS-Intendant Markus Hinterhäuser im JzG

    Gestern wurden offiziell die Salzburger Festspiele eröffnet. Der Historiker Philipp Blom hat in seiner sehr politisch gehaltenen Rede über die Errungenschaften der Aufklärung gesprochen, die er aktuell gefährdet sieht - etwa durch die globale Wirtschaftsordnung, die nach ständigem Wachstum dränge und Mitverantwortung für eine zunehmende Ängstlichkeit in der Gesellschaft trage.

    Die Salzburger Festspiele wären "schlecht beraten, wenn sie keine Meinung, keine Haltung einnehmen und artikulieren würden": Diese Aussage stammt vom Intendanten der Salzburger Festspiele, Markus Hinterhäuser. Der 60-Jährige verantwortet nun zum zweiten Mal das Festspiel-Programm, ist mit dieser Institution aber schon seit langem eng verbunden. Seit er unter der Ära Gerard Mortier zusammen mit Tomas Zierhofer-Kin die Avantgarde-Schiene "Zeitfluss" leitete, steht sein Name wesentlich für die Öffnung der Salzburger Festspiele hin zu neuen Formen und Fragestellungen - und das zeigt sich auch im aktuellen Programm.
    Hinterhäuser macht darauf aufmerksam, dass er kein Interesse daran hat, in Produktionen die er anbietet, dümmliche Tagespolitik zu machen. Er stellt allerdings klar, dass es Stücke wie „Zauberflöte“ oder „Titus“ politisch sind.
    Die Welt ist für Hinterhäuser zu einer erschreckend hartherzigen Welt geworden. Das sei keine erfreuliche Analyse, so Hinterhäuser.

  • Puigdemont hat Deutschland verlassen

    Monatelang saß der katalanische Separatistenführer Carles Puigdemont in Deutschland fest. Vergangene Woche wurde der Auslieferungsantrag durch Spanien zurückgezogen und so kann sich Puigdemont nun wieder frei in Europa bewegen. Das hat er auch getan, heute Vormittag hat er seinen Nachfolger aus der katalanischen Regionalregierung Quim Torra in Brüssel getroffen und eine gemeinsame Pressekonferenz gegeben.

  • IS-Propaganda im Internet

    Die Terrorgruppe Islamischer Staat hat in der vergangenen Woche gezeigt dass sie alles andere als geschlagen ist. Bei einem Anschlag in Syrien sind mindestens 200 Menschen gestorben, auch im Irak hat die Terrorgruppe zugeschlagen. Und auch im Internet ist der IS weiterhin präsent, die Inhalte haben sich allerdings geändert. Es geht nicht mehr um den Aufbau eines Islamischen Staates. Anschlagspläne für den Westen sind verfügbar, stehen derzeit aber nicht im Mittelpunkt des IS.

  • BRICS-Staaten: Diskussion über US-Handelsstreit

    Sie repräsentieren etwa ein Drittel der Weltbevölkerung und mittlerweile fast ein Viertel der globalen Wirtschaftsleistung: die sogenannten BRICS-Staaten: Brasilien, Russland, Indien, China und Südafrika. In Johannesburg haben sie gerade ein Treffen abgehalten, der Handelskrieg mit den USA war dort ein großes Thema. Sie fordern, dass die Regeln für den internationalen Handel eingehalten werden müssen.

  • Berlin: Neue Initiativen gegen Homophobie

    In Berlin ziehen heute zehntausende Menschen feiernd durch die Straßen. Sie zelebrieren den alljährlichen Christopher Street Day - den Gedenktag der Schwulen-, Lesben-, Bisexuellen- und Transgender-Community. Berlin gilt als Vorzeigestadt und geradezu als Mekka der Gay Community. Doch die Zahl der homophoben Übergriffe in der Stadt steigt. Die Community reagiert mit neuen Initiativen.

  • 1/3 muss Hubschrauber-Bergung selbst bezahlen

    Seit zwei Monaten hat die Flugpolizei die Möglichkeit Hubschrauber-Bergungen von Bergsteigern oder Schifahrern in Rechnung zu stellen. Und zwar dann, wenn der Einsatz durch fahrlässiges Verhalten provoziert wurde. Jetzt liegt eine erste Bilanz vor und die zeigt: ein Drittel der geborgenen Menschen muss die Einsätze selbst zahlen.

  • Bundesliga startet mit 12 Klubs

    Für die Fußballfans in Österreich war es eine kurze Sommerpause. Keine zwei Wochen nach dem WM-Finale ist die Rundlederwelt der obersten Spielklasse wieder geöffnet - nach langer Zeit wieder in allen neun Bundesländern. Ab dieser Saison sind 12 statt zehn Klubs in der Bundesliga vertreten. Damit das Rennen um Meistertitel, internationale Startplätze und Klassenerhalt spannender wird, fallen die Entscheidungen ab Ende März in zwei Play-Off Gruppen. Rein wirtschaftlich zeigen sich die Vereine solide aufgestellt, fast alle zwölf Klubs habe im ersten Anlauf die Lizenz für die Spielzeit erhalten.

  • Uffizien-Chef Schmidt über seinen Weggang aus Florenz

    Frischen Wind für die berühmten Uffizien in Florenz hat sich der ehemalige italienische Kulturminister Dario Franceschini erhofft, als er 2015 den deutschen Kunsthistoriker Eike Schmidt zum Museumsdirektor bestellte. Und Schmidt hat die Erwartungen durchaus erfüllt, verlässt die Uffizien aber nächstes Jahr nach nur 4 Jahren, um Direktor des Kunsthistorischen Museums in Wien zu werden. Ein Schritt, der italienische Medien zu Spekulationen über die Gründe dieses Weggangs verleitet hat, stießen doch Schmidts Reformen nicht überall auf Zuspruch. Schmidt selbst sieht in seinem Weggang keinen Frust über die Gegner. Der Vertrag war nur auf 4 Jahre begrenzt, von einer Verlängerung war nie die Rede, so Schmidt.

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