Qualle

CAROLIN BLEESE

Süßwasserquallen in unseren Seen

Die Gewässerforscherin Katrin Schachtl spricht über die kleinen Nesseltiere mit Schirm und Fangarmen.
Teil 4: Erfolgreiche Vermehrungsstrategien
Gestaltung: Anja Petersen

Die meisten kennen Quallen nur vom Urlaub am Meer, nur wenige wissen, dass die Nesseltiere auch in unseren heimischen Gewässern vorkommen. Für Menschen sind diese Süßwasserquallen völlig harmlos. Mit ihren Tentakeln machen die rund zwei Zentimeter großen Tiere Jagd auf kleine Lebewesen wie Wasserflöhe, Hüpferlinge oder Rädertierchen.

In Europa tauchten die Süßwasserquallen zum ersten Mal im Jahr 1880 im Seerosenbecken der Royal Botanic Gardens in London auf, einige Jahre später entdeckte man sie im Botanischen Garten in München. Vermutlich wurden sie mit Wasserpflanzen aus China eingeschleppt. Mittlerweile lassen sich die Nesseltiere auch in einigen österreichischen Badeseen beobachten, sowie in Altarmen der Donau bei Wien.

Die freischwimmende Form der Qualle tritt nur in den warmen Sommer- und Herbstmonaten auf. Vereinzelt lassen sich Schwärme von Hunderten dieser sogenannten Medusen beobachten. Doch welchen Einfluss haben die eingeschleppten Süßwasserquallen auf die Ökosysteme von Gewässern? Diese und andere Fragestellungen untersuchen derzeit Wissenschafter/innen an der Ludwig-Maximilians-Universität München.

Service

INTERVIEWPARTNER/IN:

Univ.-Prof. Dr. Herwig Stibor
Katrin Schachtl
Aquatische Ökologie
Ludwig-Maximilians-Universität München


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