Der 17. Juni 1953

Der Anfang vom langen Ende der DDR. Mit Rolf Steininger, emeritierter Professor am Institut für Zeitgeschichte, Universität Innsbruck.
Gestaltung: David Winkler-Ebner

Der 17. Juni 1953 ist ein Schlüsseldatum in der deutschen und europäischen Nachkriegsgeschichte: An diesem Tag fand der erste Aufstand gegen ein sozialistisches System im sogenannten "Ostblock" statt. Hunderttausende DDR-Bürger/innen lehnten sich damals gegen das SED-Regime auf - vergebens. Sowjetische Panzer walzten den Aufstand nieder und retteten Walter Ulbricht, den Vorsitzenden des Zentralkomitees der SED, und seine Genossen.

Insofern war dieser 17. Juni eine unvollendete Revolution, allerdings mit Langzeitwirkung: Er wurde zum Trauma der SED-Führung. Von diesem Tag an saß ihr die Angst vor der eigenen Bevölkerung im Nacken und bestimmte weitgehend ihre Politik, die letztlich in den Untergang führte - trotz Mauer und Stasi. Als 1989 die Menschen erneut auf die Straße gingen, blieben die sowjetischen Panzer in den Kasernen und ein Jahr darauf wurde Deutschland vereint.

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