Eingangsbereich, Ars Electronica

ARS ELECTRONICA/MARTIN HIESLMAIR

ERROR

1. Pro Upload-Filter und pro Linksteuer. EU-Parlament stimmt für neues Urheberrecht.
Gestaltung: Julia Gindl

2. Die Ars Electronica über die Kunst der Fehlbarkeit.
Gestaltung: Anna Masoner und Franz Zeller

1. Am Mittwoch hat das EU-Parlament erneut über den Entwurf zur Urheberrechtsreform abgestimmt und sich für zwei sehr umstrittene Punkte ausgesprochen: für Upload-Filter, die Inhalte automatisch prüfen, bevor sie Nutzerinnen und Nutzer auf Plattformen hochladen, und für ein Leistungsschutzrecht für Verleger. Anfang Juli lehnten die Europaabgeordneten den Entwurf noch ab und forderten eine erneute Debatte. Nach einer kurzen Sommerpause und einer intensiven Lobbyschlacht, wie es aus Brüssel heißt, wurden die rund 250 Abänderungsanträge diese Woche angenommen. Während sich Musikindustrie und Verleger freuen, befürchten Netzaktivisten und Bürgerrechtsorganisationen das Ende des freien Internets. Ein Überblick von Julia Gindl.

2. Wann wird aus einem Irrtum ein Fehler, ein Versagen und wodurch wird er zur gefeierten Quelle unvorhergesehener Ideen und Erfindungen? Das ist die zentrale Frage des Ars Electronica Festivals vom 6. bis 10. September in Linz. Schließlich kann eine gute Fehlerkultur geradezu zu einer Initialzündung der Kreativität werden. Andererseits zielt die gegenwärtige technologische Entwicklung darauf ab, jegliche Art von Imperfektion (und damit das humane Element) auszuradieren und durch scheinbar perfekte Tech-Lösungen zu ersetzen. In diesem Spannungsfeld von Fehlbarkeit, Risikobereitschaft und Kreativität möchte die Ars die wichtigsten Zukunftskompetenzen unserer Zeit ausloten.
Mit Beiträgen von Anna Masoner und Franz Zeller.


Redaktion und Moderation: Franz Zeller

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