Karl-Marx-Monument

AP/KLAUS JEDLICKA

Die Anziehungskraft einer Theorie

Wie der Marxismus Geschichte machte und macht. Mit Christina Morina, Historikerin am Forschungsinstitut Duitsland Instituut in Amsterdam.
Gestaltung: Hanna Ronzheimer.

Im Jahr 1818 wurde Karl Marx im deutschen Trier geboren. Als er 1883 in London starb, war sein wohl größtes Vermächtnis eine revolutionär neue Perspektive auf die gesellschaftlichen Verhältnisse. Karl Marx und Friedrich Engels entwarfen mit dem Marxismus die Idee einer klassenlosen Gesellschaft. Doch erst nach dem Tod von Karl Marx sollte die marxistische Gesellschaftslehre auch in der Praxis Bedeutung entfalten. Intellektuelle aus vielen Teilen Europas nahmen an der Wende zum 20. Jahrhundert marxistische Ideen auf und entwickelten sie weiter.

Die polnisch-deutsche Sozialdemokratin Rosa Luxemburg, der Prager Philosoph Karl Kautsky, der österreichische Arzt und Politiker Victor Adler und der Russe Wladimir Iljitsch Lenin sind nur einige Beispiele dafür, wie die einst rein theoretischen Abhandlungen sich zu politischen Bewegungen mit jeweils eigenen Ausprägungen weiterentwickelten. So erwuchs aus einer gesellschaftlich-ökonomischenTheorie zur Beschreibung der sozialen Wirklichkeit im Kapitalismus jene politische Weltanschauung, die sich im 20. Jahrhundert zum Teil als Staatsideologie ausbreiten sollte - mit weltweiten Auswirkungen.

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