Verhütungspille gegen HIV und radioaktive Strahlung in der Medizin

1. HIV-Verhütungspille und Selbsttest - Neueste Entwicklungen auf dem Prüfstand
2. Den Körper zum Leuchten bringen - diagnostische und therapeutische Anwendungsbereiche der Nuklearmedizin

1. HIV-Verhütungspille und Selbsttest - Neueste Entwicklungen auf dem Prüfstand

Vor genau 30 Jahren hat die Weltgesundheitsorganisation WHO den ersten Welt-Aids-Tag ausgerufen. Seither wird jährlich am 1. Dezember mit roter Schleife am Revers für mehr Aufklärung und Solidarität aber vor allem auch für eine bessere Lebensqualität Betroffener gekämpft. Diesbezüglich hat sich in den drei Jahrzehnten viel getan. Mit entsprechender Therapie können HIV-positive Menschen mittlerweile ein ganz normales Leben führen. Heilbar ist die Infektion aber leider bis heute nicht. Doch die Forschung steht nicht still. Seit Jänner 2018 ist in Österreich eine Prä-Expositions-Prophylaxe - besser bekannt unter dem Namen "PrEP"-Pille - erhältlich.
HIV-negative Menschen können sich bei richtiger Einnahme der PrEP-Pille vor einer Infektion schützen.
Seit Ende Juli kann man auch einen HIV-Selbsttest in Apotheken kaufen. So bahnbrechend diese Entwicklungen sein mögen, sie bringen auch so einige Risiken mit sich. Daphne Hruby hat den Welt-Aids-Tag zum Anlass genommen und einen renommierten HIV-Spezialisten zur Bestandsaufnahme gebeten.

2. Den Körper zum Leuchten bringen - Diagnostische und therapeutische Anwendungsbereiche der Nuklearmedizin

Radioaktivität ist spätestens seit den Nuklearkatastrophen von Tschernobyl und Fukushima für viele Menschen gleichbedeutend mit Zerstörung, Krankheit und Tod.
Ionisierende Strahlung wird in der Medizin aber auch zur Diagnose und Therapie verschiedenster Krankheiten eingesetzt, ohne dem Menschen dabei zu schaden. Klassiker der Nuklearmedizin sind Schilddrüsen-, Skelett-, Lungen- Hirn- und Herzuntersuchungen sowie die Entzündungsdiagnostik. Dabei werden Stoffwechselvorgänge im Körper abgebildet und die Funktionen der verschiedenen Organsysteme überprüft. Konventionelle Röntgenuntersuchungen - aber auch Computertomographie und Magnetresonanztherapie liefern hingegen anatomische Bilder aus dem Körperinneren. Therapeutisch kommen Radionuklide bei Tumoren und Autonomien der Schilddrüse, bei Leberkrebs, Lymphomen und entzündlichen Gelenkserkrankungen zum Einsatz. Neu ist die nuklearmedizinische Behandlung von Prostatakrebs und neuroendokrinen Tumoren.
Nora Kirchschlager hat mit zwei Experten von der nuklearmedizinischen Abteilung der Medizinischen Universität Wien gesprochen.

Redaktion: Christoph Leprich

Service

1. HIV-Pille und Test:

Dr. Gerold Felician Lang
Facharzt für Haut- und Geschlechtskrankheiten sowie HIV-Spezialist an der Wiener Universitätsklinik für Dermatologie am AKH
Tel: 01 40400-78140
Währinger Gürtel 18-20
1090 Wien
E-Mail

Aidshilfe Österreich
Österr. Aidsgesellschaft
Liste der Behandlungszentren österreichweit


2. Nuklearmedizin:

Univ.-Prof. Dr. med. Marcus Hacker
Medizinische Universität Wien
Universitätsklinik für Radiologie und Nuklearmedizin
Leiter der Klinischen Abteilung für Nuklearmedizin
Währinger Gürtel 18-20
1090 Wien
+43 (0)1 40400 - 55310
E-Mail
Homepage

Dr.in Elisabeth Kretschmer-Chott
Fachärztin für Nuklearmedizin
Medizinische Universität Wien
Universitätsklinik für Radiologie und Nuklearmedizin
Klinische Abteilung für Nuklearmedizin
Währinger Gürtel 18-20
1090 Wien
+43 (0)1 40400 - 55680
E-Mail
Homepage

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