Kreuz und Priester

DPA/FREDRIK VON ERICHSEN

Beruf Priester, Judentum, Erforschung der Ewigkeit

Vorbereitung auf den Priesterberuf - Ein Besuch im Wiener Priesterseminar +++ Basiswissen über das Judentum - Informatives Nachschlagewerk erschienen +++ Gibt es ein Vor- und ein Nach-dem-Leben? - Der Theologe und Arzt Johannes Huber +++ Der sanftmütige König - Bibelessay zu Matthäus 21, 1 - 11. - Moderation: Martin Gross

1. Vorbereitung auf den Priesterberuf - Ein Besuch im Wiener Priesterseminar

Sie gelten als Mittler zwischen Gott und den Menschen, und sind - sofern gewünscht - bei den zentralen Festen im Leben dabei, ob bei Taufe, Hochzeit oder Begräbnis. Die Rede ist von Priestern, wobei es im Beitrag um jene der katholischen Kirche gehen soll. Und damit um einen Berufsstand der durch die Missbrauchsskandale in der katholischen Kirche wieder stärker ins öffentliche Blickfeld gerät.
Im Sommer sorgten neue Berichte über sexuellen Missbrauch durch Priester in den USA und in Deutschland für Schlagzeilen, Fälle sexueller Gewalt, die oft Jahrzehnte lang zurückliegen und erst jetzt ans Tageslicht gelangten. Einmal mehr ist damit auch die Ausbildung von Priestern in den Fokus gerückt und die Frage, welche Maßnahmen es bereits in der Vorbereitung auf den - zölibatären - Priesterberuf gibt, um künftig Missbrauchsfälle zu verhindern. Andreas Mittendorfer hat dazu im Wiener Priesterseminar nachgefragt und auch insgesamt versucht herauszufinden, was heute junge Männer bewegt, Priester zu werden und welche Wünsche, aber auch Herausforderungen damit verbunden sind.


2. Basiswissen über das Judentum - Informatives Nachschlagewerk erschienen

Was Sie - frei nach Woody Allen - schon immer über das Judentum wissen wollten (sich aber nie getraut haben zu fragen), all das findet sich im neuen Buch "Faszination Judentum" - von Theodor Much.
Theodor Much ist Präsident der liberalen jüdischen Gemeinde Or Chadasch ("Neues Licht") und hat mit seinem neuen Buch ein umfangreiches Werk für Angehörige des Judentums und des Christentums verfasst - durchaus aber auch für Interessierte, die keiner der beiden Religionen angehören. Ein Nachschlagewerk, in dem der Autor Basiswissen - Begriffe etwa wie Rabbiner, Synagoge oder auch die heiligen Schriften - erklärt und auf aktuelle Fragen wie Antijudaismus oder den Nahostkonflikt eingeht. Ein eigenes Kapitel ist "Rabbi Jesus" gewidmet und Trennendem, aber auch Gemeinsamem in Juden- und Christentum. Auch auf den jüdischen Kalender und Festkreis geht der Autor ein: für Jüdinnen und Juden beginnt heuer am Abend des 2. Dezember das achttägige Lichterfestes Chanukka. Judith Fürst war bei der Buchpräsentation im Jüdischen Museum in Wien.


3. Gibt es ein Vor- und ein Nach-dem-Leben? - Der Theologe und Arzt Johannes Huber

Woher kommen wir? Wer sind wir? Wohin gehen wir? Diese großen existentiellen Fragen hat nicht nur Kardinal Franz König immer wieder gestellt.
Der Mediziner und katholische Theologe Johannes Huber war einst persönlicher Sekretär des Wiener Erzbischofs. Ihm hat Huber vor Jahrzehnten auch versprochen, Religion und Wissenschaft zu verknüpfen. Insbesondere für Ärztinnen und Ärzte sind Leid- und Todeserfahrung Teil ihres Alltags. So auch für Johannes Huber, den langjährigen Leiter der klinischen Abteilung für gynäkologische Endokrinologie und Reproduktionsmedizin an der medizinischen Universität im AKH Wien. Bewusst stellt er die Frage nach dem Ursprung, dem Sinn und dem Ziel des menschlichen Lebens. Und der langjährige Vorsitzende der österreichischen Bioethik-Kommission wehrt sich gegen Naturwissenschaftler, die den Glauben an die Existenz eines sogenannten "Schöpfers" oder "Weltenbaumeisters" belächeln und als unaufgeklärtes Hirngespinst abtun. "Woher wir kommen. Wohin wir gehen. Die Erforschung der Ewigkeit" ist der Titel des neuen Buches von Johannes Huber, das soeben erschienen ist. - Gestaltung: Maria Harmer


4. Der sanftmütige König - Bibelessay zu Matthäus 21, 1 - 11

Während es in katholischen Gottesdiensten zum Adventbeginn biblisch um die "Wiederkunft Christi am Letzten Tag" und um das "Jüngste Gericht" geht, wird in evangelischen Gottesdiensten eine Bibelstelle gelesen, die eigentlich mit dem vorösterlichen Palmsonntag in Verbindung gebracht wird. Es ist jener Text aus dem Matthäusevangelium, in dem Jesus auf einem Esel in Jerusalem einzieht, wo er wenig später den Tod am Kreuz erleiden wird. Warum dieser Abschnitt in evangelischen Gottesdiensten auch am 1. Adventsonntag gelesen wird, das erklärt die Theologin, Pfarrerin und Direktorin der evangelischen Hilfsorganisation Diakonie Maria Katharina Moser.

Service

Buch, Theodor Much, "Faszination Judentum. Grundlagen - Vielfalt - Antijudaismus", LIT-Verlag
Buch, Johannes Huber, "Woher wir kommen. Was wir sind. Wohin wir gehen. Die Erforschung der Ewigkeit", edition a


Bibelessay zu Matthäus 21,1 - 11
Erzbischöfliches Priesterseminar Wien

Playlist

Komponist/Komponistin: Johann Sebastian Bach/1685 - 1750
Textdichter/Textdichterin, Textquelle: Neumeister
Textdichter/Textdichterin, Textquelle: Martin Luther /Nr.1/1483 - 1546
Textdichter/Textdichterin, Textquelle: Philip Nicolai /Nr.6
Album: BACH: KANTATEN ZUM 1.ADVENT / GARDINER
* Nr.1 Nun komm, der Heiden Heiland / Chor, Ouvertüre (00:02:48)
Titel: Nun komm, der Heiden Heiland I BWV 61 - Kantate am 1.Advent (Dominica 1 Adventus christi)
Leitung: John Eliot Gardiner
Orchester: English Baroque Soloists
Solist/Solistin: Nancy Argenta /Sopran
Solist/Solistin: Anthony Rolfe Johnson /Tenor
Solist/Solistin: Olaf Bär /Bariton
Chor: Monteverdi Choir
Länge: 02:48 min
Label: DG 4373272

Urheber/Urheberin: Gregorianik
Album: INTROITUS - GREGORIANIK IM KIRCHENJAHR
Titel: Ad te levavi (mit Tropus) - 1. Adventsonntag
Textanfang: Gregorius Praesul meritis et nomine dignus, unde genus ducit.....Ad te levavi animam meam : Deus meus in te confido
Anderssprachiger Textanfang: Der Papst Gregor - würdevoll durch Verdienste und durch den Namen des adeligen Geschlechts.....Zu dir erhebe ich meine Seele; mein Gott, auf dich vertraue ich
Gesamttitel: WEIHNACHTSFESTKREIS
Chor: Grazer Choralschola
Choreinstudierung: Franz Karl Praßl
Länge: 02:08 min
Label: ORF Radio Österreich 1 CD 058

Komponist/Komponistin: Georg Philipp Telemann
Textdichter/Textdichterin, Textquelle: Johann Friedrich Helbig
Album: GEORG PHILIPP TELEMANN: ADVENTKANTATEN / GSOConsort (Arien aus Advent- und Weihnachtskantaten)
Titel: Schon auf Erden muss das Herz ein Himmel werden - für höhere Singstimme und B.c. (AM ERSTEN SONNTAGE DES ADVENTS, TVWV 1:1233a)
Gesamttitel: Geistliche Arien für eine Singstimme und B.c. (Druckjahrgang 1727) / AUSWAHL
Anderer Gesamttitel: "Auszug derjenigen musicalischen und auf die gewönlichen Evangelien gerichteten Arien, welche in den Hamburgischen Haupt-Kirchen durchs 1727. Jahr vor der Predigt aufgeführet werden, bestehend aus einer Singe-Stimme nebst dem General-Basse und verfertiget von G. P. Telemann" (Auszug der Soloarien aus mehrstimmigen Kirchenmusiken im Jahr 1727) / AUSWAHL
1. Adventsonntag
Ausführende: GSOConsort
Solist/Solistin: Gudrun Sidonie Otto /Sopran und Leitung
Ausführender/Ausführende: Christine Schwark /Violoncello
Ausführender/Ausführende: Michael Freimuth /Laute
Ausführender/Ausführende: Wolfgang Brunner /Cembalo
Länge: 02:34 min
Label: CPO 7779552

Komponist/Komponistin: trad./arr. M Cohen &. F. London
Titel: Rock of Ages - (Ma'oz Tzur)
Solist/Solistin: Marc Cohen
Länge: 04:58 min
Label: Six Degrees 524 303-2

Bearbeiter/Bearbeiterin: Paul Angerer
Komponist/Komponistin: Anonym
Textdichter/Textdichterin, Textquelle: Martin Luther/1483 - 1546
Album: ALTE DEUTSCHE WEIHNACHTSLIEDER
Titel: Nun komm, der Heiden Heiland - altkirchliche Weise nach einem Hymnus des Bischofs Ambrosius
Solist/Solistin: Ernst Haefliger /Tenor
Ausführende: Concilium musicum
Leitung: Paul Angerer
Länge: 02:12 min
Label: Claves 508408

Sendereihe

Gestaltung

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