Die Nobelpreise 2018: Physik

Wie Werkzeuge aus Licht die Welt verändern.
Von Robert Czepel

Kaum ein anderes Werkzeug aus dem Thinktank der Physik hat die Welt in den vergangenen Jahrzehnten stärker revolutioniert als der Laser. Weshalb es auch kaum verwundert, dass der heurige Physiknobelpreis schon wieder für drei bahnbrechende Arbeiten auf dem Gebiet der Laserphysik vergeben wird. - Der Amerikaner Arthur Ashkin erhält die Auszeichnung für die Entwicklung einer Lichtpinzette, mit der man winzigste Partikel festhalten oder bewegen kann. Damit bekam er erstmals Bakterien in den Griff, ohne sie zu verletzen.

Heute untersucht man mit dieser optischen Pinzette vor allem biologische Systeme wie Proteine, DNA, Viren oder Zellen. - Die zweite Hälfte des Preises teilen sich der Franzose Gérard Mourou und die Kanadierin Donna Strickland. Sie haben eine Methode zur Herstellung hochintensiver, ultrakurzer Lichtimpulse entwickelt. Ihre Technik wurde zum Standard für Hochleistungslaser, wie sie heute in der Industrie oder Medizin gebräuchlich sind. Millionenfach durchgeführte Augenoperationen mit Laser wären ohne die Arbeiten der beiden Laureaten unmöglich. An Anwendungen in der Krebstherapie wird derzeit geforscht.

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