Das Bild zeigt die Interalliierte Kommission in Bleiburg beim Verlassen eines Gebäudes, 10. Oktober 1920

ÖNB

100 Jahre "Kärntner Grenzkonflikt"

Teil 1 - Mythos und Realität einer Niederlage.
Von Tanja Malle.

Nach dem Zusammenbruch der österreichisch-ungarischen Monarchie im November 1918 bleiben die Grenzen des neuen Österreich lange Zeit umstritten. Das damals mehrheitlich slowenisch bevölkerte Gebiet Südkärntens halten Truppen des neu geschaffenen Königreichs der Serben, Kroaten und Slowenen besetzt und erheben Anspruch darauf. Im Jänner 1919 regt sich dagegen bewaffneter Widerstand, der heute als "Kärntner Abwehrkampf" bekannt ist.

Am Kärntner Landesfeiertag marschieren die Nachfolgeorganisationen der einstigen Kämpferverbände in zahlreichen Ortschaften auf. Sie sind bis heute politisch einflussreich. Die Glorifizierung des Kärntner Abwehrkampfs ist bemerkenswert, weil die zivilen Kärntner Verbände damals den zahlenmäßig stärkeren und besser ausgestatteten SHS-Kämpfern militärisch unterliegen und der Grenzverlauf mittels Plebiszit entschieden wird: am 10. Oktober 1920. Die Mehrheit der Bevölkerung stimmt für einen Verbleib Kärntens bei Österreich und gegen den Anschluss an das Königreich der Serben, Kroaten und Slowenen.

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Teil 2 morgen, am Dienstag, dem 29. Jänner 2019

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