Denis Mukwege

AFP/FREDRIK LERNERYD

Kongo: Hilfe für traumatisierte Frauen

Eine Reportage aus der "Stadt der Freude", einem Therapiezentrum in der Stadt Bukavu
Gestaltung: Simone Schlindwein

Die Verleihung des Friedensnobelpreises an den kongolesischen Gynäkologen Denis Mukwege hat in den vergangenen Monaten viel Aufmerksamkeit auf die Lage in der Demokratischen Republik Kongo gelenkt. Der 63-jährige Pastor und Arzt hat 1999 das Panzi-Krankenhaus in der ostkongolesischen Stadt Bukavu gegründet und in den vergangenen 20 Jahren über 80.000 vergewaltigte und schwer verletzte Frauen und Mädchen behandelt.
Doch auch wenn die körperlichen Narben verheilen, so sind viele dieser Frauen und Mädchen ihr Leben lang schwer traumatisiert. Sie benötigen intensive psychologische Behandlung. Dafür hat die Panzi-Stif tung unter der Leitung von Mukweges Stellvertreterin Christine Schler-Deschryver die "City of Joy" gegründet, ein Therapiezentrum für Frauen in dem Bürgerkriegsland. Unterstützung und Finanzierung erhielt sie von der amerikanischen Schriftstellerin und Dramaturgin Eve Ensler, die mit ihren "Vagina-Monologen" über die Vergewaltigungs-Erfahrungen in ihrer Kindheit weltweit bekannt geworden ist.

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