Ein Baby im Kinderwagen schaut durch die Regenplane

DPA/UWE ZUCCHI

Wie Babys die Welt entdecken

Neue Erkenntnisse der Säuglingsforschung.
Von Susanne Billig und Petra Geist

Was denkt ein Baby? Was fühlt es? Anders, als Entwicklungspsychologen früher dachten, geht in so einem kleinen Menschen schon eine ganze Menge vor. Ein neugeborenes Kind bewältigt in den ersten Wochen und Monaten seines Lebens gewaltige Entwicklungsaufgaben. Auch wenn es "nur" in seinem Bettchen liegt, scannt es seine Umwelt ständig nach Bekanntem und Unbekanntem ab. Babys testen Gegenstände intensiv, lassen sie fallen oder hauen sie fest auf den Tisch.

Intuitiv können sie Mengen von bis zu vier Objekten erkennen und damit kleine Rechenoperationen durchführen. Schon nach drei bis vier Monaten zeigen sie an, dass sie eine Idee von Physik und vor allem von der Schwerkraft haben. Babys erwarten zum Beispiel, dass ein Objekt, das sich bewegt, stehenbleibt, wenn es auf ein anderes Objekt auftrifft. Gibt es also so etwas ein angeborenes Kernwissen? - Mit ausgefeilten Methoden kommt die Forschung dem Denken der Kleinsten heute auf die Spur.

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