Die Schönheit im Kanon

In Erinnerung an den Komponisten Peter Lackner. Gestaltung: Franz Joseph Kerstinger.

Am Anfang ist da nur ein kleines Gebilde, das schon die gesamte Information über das Endergebnis in sich trägt. Darum verglich der Komponist Peter Lackner seine Arbeit oft mit der eines Gärtners, wie er in einem Gespräch mit Ursula Strubinsky erzählt hat. Er muss gleichsam nur für die idealen Wachstumsbedingungen sorgen - ohne große gestalterische Eingriffe, so dass aus dem Grundmaterial eine Komposition entstehen kann. Seine Aufgabe sah er ausschließlich darin Dinge freizulegen, die ohnehin schon da sind.

Im Dezember ist der Musiker, der bei Hermann Markus Preßl an der Musikhochschule seiner Heimatstadt Komposition studiert hat, verstorben. Der Tonkünstler, dessen Werke bei einer Vielzahl von internationalen Musikfestivals zu erleben waren, hat selbst 25 Jahre lang an der Grazer Kunstuniversität unterrichtet und war ein Fachmann für die Musik von Josef Matthias Hauer. Der Schwerpunkt seines vielfach ausgezeichneten kompositorischen Schaffens lag im Kreieren von Kanons.

Sendereihe