Katharina Knap

ORF/JOSEPH SCHIMMER

Katharina Knap über die Unteilbarkeit der Sensibilität

"Abrechnung. Sonst nichts." Von Katharina Knap. Es liest die Autorin. Redaktion: Edith-Ulla Gasser.

"Abrechnung. Sonst nichts" heißt der heute vorgestellte Text. Wobei "sonst nichts" eine Untertreibung ist. Denn es geht hier um alles: um den Beruf, um die Liebe, um die Kunst, und um den unbedingten Anspruch, dem Dasein auf den Grund zu gehen.

Die Autorin Katharina Knap, die ihren bis jetzt unveröffentlichten Text auch selbst liest, tritt auf Ö1 normalerweise als Interpretin der Texte anderer Schreibender auf. Die 1982 geborene Wienerin wurde 2014 von der Zeitschrift "Theater heute" zur "Nachwuchsschauspielerin des Jahres" gekürt. Nach verschiedenen Bühnenverpflichtungen in Österreich und Deutschland verzichtete Katharina Knap schließlich auf feste Engagements.

Das Leben als Darstellerin ist auch eins der Themen ihres eigenen Romanprojekts. Dieses Schauspielerinnenleben vermischt sich, mehr als in anderen Berufen, mit dem privaten Wollen und Streben. Künstlerische Sensibilität, so erweist es sich, ist unteilbar. Und private Sensibilität muss, wenn man sich selbst nicht verlieren will, in Mitgefühl und politischem Engagement münden - was wiederum Konsequenzen für den Beruf hat. So greift die weibliche Protagonistin in dem Text zu ungewöhnlichen Mitteln der Selbstermächtigung, und die Autorin und zugleich Sprecherin Katharina Knap zu einer nur scheinbar naiven Sprache, mit der sie weder sich selbst noch ihre Heldin schont.

Service

Katharina Knap, "Abrechnung. Sonst nichts", Manuskript, 2019

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