Frau rebelt Früchte neben einem Sparofen, Filmstill

ORF

Nachhaltigkeit am (Spar)Herd

Heizen, Warmwasserbereitung und Kochen in einem
Eine historische Koch- und Heizstelle im Porträt

Am Anfang war die "Rauchkuch'l", in der über offenem Feuer gekocht wurde. Energieverlust und Atemwegserkrankungen waren vorprogrammiert, der Holzverbrauch auf Grund des offenen Feuers enorm. Da die Küche nach oben einen großen offenen Kamin hatte, damit zumindest ein Teil des Rauchs abziehen konnte, wurde es auch nicht richtig warm.
Und dann kam Ende des 18. Jahrhunderts die große Innovation: Der Sparherd: Eine gemauerte Feuerstelle mit großer Herdplatte, Wassertank und Backrohr. Er hatte ein Abzugsrohr, heizte die Küche und oft durch eine Lücke in der Mauer auch die Stube. Mitte des 19. Jahrhunderts kamen kleinere Modelle des Sparherds aus Metall auf den Markt, die bis in die Fünfzigerjahre in vielen europäischen Küchen standen. Heute gibt es eine Trendwende weg vom Gas, zurück zur Feuerstelle, der Sparherd wird wieder modern.
Doch wie kocht es sich auf dem Sparherd? Woher kam früher das Holz, wer spaltete es, und wer bereitete sonntags den Braten zu, wenn die ganze Familie in der Kirche war? Wie funktioniert das Backen in einem Rohr, das ganz von Feuer umgeben ist? Wie verhindert man das Verbrennen der Mehlspeisen?
Eine Waldviertler Bäuerin beschreibt ihr Leben mit dem Sparherd - wehmütig - denn sie ist inzwischen auf Gas umgestiegen.

Gestaltung: Sabine Nikolay


Wort der Woche: Noel Kriznik


Moment-Echo: Jonathan Scheucher

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