Hilfe bei Schulverweigerung und Co

Mit Siedlungsfesten und Lerngruppen gegen die soziale Isolierung
Neue Wege der Kinder- und Jugendhilfe in Graz.

Psychische Erkrankungen bei Eltern und Kindern, Schulverweigerung, Jugendliche, die sich in ihr Zimmer vor den Computer zurückziehen und für die Umwelt unzugänglich werden. Das sind häufige Themen, mit denen Jugendämter konfrontiert sind. Allein in Graz stiegen die Kosten für die Kinder- und Jugendhilfe innerhalb weniger Jahre um die Hälfte. Im Jahr 2010 reagierte man mit einem neuen Konzept, der sogenannten "Sozialraumorientierung". In den Bereichen der Stadt, wo besonders viele Meldungen ans Jugendamt eingehen, werden auf Basis der Bedürfnisse der Menschen präventive Projekte entwickelt: Elterncafés, Lerngruppen, Siedlungsfeste. Die Anzahl der zu betreuenden Familien konnte an diesen Orten deutlich reduziert werden. Delegationen aus Oberösterreich, Deutschland und der Schweiz haben sich das Grazer Modell bereits angesehen und in unterschiedlicher Form umgesetzt.

Gestaltung: Jonathan Scheucher


Randnotizen: Alois Schörghuber

Sendereihe