Detail eines etruskischen Sarkophargs

APA/AFP/GENFER STAATSANWALTSCHAFT

Die geheimnisvolle Hochkultur des Apennin

Die Etrusker. Mit Friederike Bubenheimer-Erhart, Etrusker-Spezialistin, Institut für Klassische Archäologie der Universität Wien.
Gestaltung: Robert Weichinger

Das Kerngebiet der Etrusker befand sich in der heutigen Toskana, in Teilen Umbriens und des Latiums, zeitweise umfasste Etrurien weite Teile der Apenninenhalbinsel. Woher die Etrusker stammten, ob sie eingewandert sind oder ob sie sich aus der Villanova-Kultur entwickelt haben, ist nicht geklärt. Ihre größte Machtfülle übten die Etrusker im 7. und 6. Jahrhundert v. Chr. aus.

Sie waren eine bedeutende Mittelmeermacht und hatten regen kulturellen Austausch und Handelsbeziehungen zu anderen Hochkulturen ihrer Zeit, wie den alten Ägyptern, den Phöniziern und Karthagern, den Griechen. Die meisten griechischen Vasen wurden übrigens nicht in Griechenland, sondern in Italien gefunden. Die Römer, die viele Kultureinflüsse der alten Griechen und ebenso auch der Etrusker aufsogen, leiteten den allmählich einsetzenden Niedergang der Etrusker ein. Ab dem 5. Jahrhundert v. Chr. nahm die machtpolitische Bedeutung der Etrusker als einer der antiken Player mehr und mehr ab, seit dem 1. Jahrhundert v. Chr. waren die Etrusker römische Staatsbürger, bis sie in der Spätantike vollends verschwanden, bzw. assimiliert wurden.

Die finanzstarken Medicis, die sich stolz als Großherzöge Eturiens titulierten, leiteten - wie man heute sagen würde - das Revival der Etrusker ein. Den Kunstwerken der Etrusker, ihren Heiligtümern, ihrer Sprache, ihrer mysteriösen Schrift und ihren bewundernswerten, außerhalb der Siedlungen angelegten Totenstädten gilt seitdem ein nicht nachlassendes Forschungsinteresse.

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