Unterwegs zum unerreichbaren Berg

"Der Berg Analog" von René Daumal. Aus dem Französischen von Maximilian Gilleßen. Es liest Markus Hering. Gestaltung: Nicole Dietrich

Der Berg ist ein Bindeglied zwischen Himmel und Erde, Menschen und Göttern: Symbol des Aufstiegs und Allegorie des höchsten Seins. Eine solche Analogiekraft kann jedoch nur ein Berg ausüben, dessen Gipfel den Menschen unzugänglich ist. Dazu aber muss er geographisch verortbar sein, also tatsächlich existieren, wenn er den Weg zum Höheren nicht nur bedeuten, sondern als reale Möglichkeit darstellen soll. - Eine Gruppe von Bergsteigern begibt sich auf die Suche nach jenem unsichtbaren, aber notwendig existierenden Berg: dem Analog.

René Daumal, Alpinist, Gründer der Literaturzeitschrift Le Grand Jeu, Anhänger des Esoterikers Georges I. Gurdjieff und Sympathisant der von Alfred Jarry etablierten Pataphysik, hat seinen Roman nie beendet. Er starb 1944 mit 36 Jahren an Tuberkulose und hinterließ dieses Romanfragment, das zugleich Science-Fiction- und Abenteuerroman, philosophische Meditation und alpinistischer Traktat ist.

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René Daumal, "Der Berg Analog. Ein nicht-euklidischer, im symbolischen Verstand authentischer alpinistischer Abenteurroman. Aus dem Französischen von Maximilian Gilleßen. Mit Illustrationen von Anton Stuckardt. Verlag Zero Sharp, Berlin 2017

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