Richard Nixon

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Tricky Dick

Aufstieg und Fall des US-amerikanischen Präsidenten Richard Nixon. Mit Siegfried Beer, Historiker, Amerika-Experte.
Gestaltung: Julia Reuter

Am 22. April jährt sich Richard Nixons Todestag zum 25. Mal. 1913 in Kalifornien geboren, wurde "Tricky Dick" - so lautete sein Spitzname - 1969 zum 37. Präsidenten der USA gewählt. Sein demokratischer Vorgänger Lyndon B. Johnson, der das Land in den Vietnamkrieg geführt hatte, verzichtete auf eine Wiederwahl. Nixon, der für die Republikaner kandidierte, punktete bei der Bevölkerung mit dem Wahlkampfversprechen, den Krieg zu beenden.

Nixon war ein engagierter Außenpolitiker, der seinen größten Erfolg 1972 verzeichnen konnte: Als erster Präsident der USA besuchte er das kommunistische China. Im selben Jahr fand allerdings auch jenes Ereignis statt, das Nixon zu Fall bringen sollte, der Einbruch in das Watergate-Gebäude in Washington. Fünf Einbrecher hatten versucht, eine Abhöranlage im Hauptquartier der Demokratischen Partei zu installieren.

Die Recherchen der beiden mittlerweile legendären Washington-Post-Journalisten, Bob Woodward und Carl Bernstein, ergaben eine Verbindung der Einbrecher mit dem Komitee zur Wiederwahl Präsident Nixons und somit zum Weißen Haus. Monatelang beschäftigte sich der vom Senat einberufene Watergate-Ausschuss mit dieser Affäre, die dazugehörigen Hearings wurden landesweit im Fernsehen übertragen.

Nixons Beteiligung konnte schließlich dank des sogenannten "Smoking Gun Tapes" nachgewiesen werden. Um einem schmachvollen Impeachment-Verfahren zu entgehen, trat Richard Nixon am 8. August 1974 - als bislang einziger Präsident der USA - von seinem Amt zurück.

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