Störche in Marchegg

APA/HARALD SCHNEIDER

Das Ende vom Ende der Welt

Mit Blick, aber ohne Brücke.
Die Grenzstadt Marchegg und ihre Menschen

Ein schmaler Fluss trennt in der niederösterreichischen Gemeinde Marchegg die Slowakei von Österreich. Für die Bewohner noch immer ein bisschen das Ende der Welt. Auch 30 Jahre nach dem Fall des Eisernen Vorhangs gibt es keine Brücke auf die andere Seite. Das Grenzland der Marchauen strahlt Ruhe aus. So wie das Schloss, einst Wohnsitz der Palffys - es steht seit Jahren leer, im Sommer nisten die Störche darauf. Wenn sie im März ankommen, erwacht Marchegg aus seinem Winterschlaf.

Nur langsam erschließen sich die Geheimnisse der Stadt und ihrer Menschen. In Gesprächen und auf Spaziergängen. Eine Spurensuche, die in verschiedene Zeiten und an unterschiedliche Schauplätze führt. Was hat es mit dem verschollenen Hirsch im Schlosspark auf sich? Oder mit dem aus dem Kriegsschutt geretteten Kruzifix, das Glanz in die schlichte Arbeiterkirche am Bahnhof bringt?

Gestaltung: Shenja von Mannstein

Service

Sharing Treasures - Marchegg

Im Schloss Marchegg (NÖ) wird bis 15. November die Sonderausstellung "Treasures - Schätze aus Zentraleuropa" gezeigt.
Eine Zusammenarbeit des Volkskundemuseum Wien, der Gemeinde Marchegg und dem Slowakischen Nationalmuseum.

Die Gespräche mit den Bewohnerinnen und Bewohnern aus Marchegg, die Sie in dieser Sendung hören, sind im Rahmen des Partizipationsprojekts "Sharing Treasures" entstanden. Sie sind in der Ausstellung in Form von akustischen Tonporträts in Ausschnitten zu hören.

Sendereihe