Walter Gropius

AP/JENS MEYER

Bauhaus

Zukunftsschmiede der Moderne (1).
Gestaltung: Nikolaus Scholz

Das von Walter Gropius am 1. April 1919 in Weimar gegründete Bauhaus, das sich selbst als eine Einrichtung verstand, deren höchstes Ziel nur durch das Zusammenspiel zahlreicher künstlerischer und gestalterischer Gewerke zu erreichen war, hinterließ eine ganze Reihe eindrucksvoller Bauten: so etwa die Piesteritzer Werksiedlung in der Lutherstadt Wittenberg, das Hansaviertel in Berlin, oder die Mies-van-der-Rohe-Villen am Potsdamer Griebnitzsee.

Diese Zeugnisse der Gestaltungspraxis des Bauhauses führen noch heute eindrucksvoll vor Augen, wie die Bauhaus-Schüler - unter ihnen Paul Klee, Oskar Schlemmer und Wassily Kandinsky - über Fragen des Wohnens, des Arbeitens, aber auch des Ausbleibens und Lebens in der Moderne dachten. Mit der interdisziplinären Zusammenarbeit der Künste schuf Walter Gropius von Anfang an einen multipolaren Gestaltungsansatz jenseits formaler Einheitlichkeit.

Die Kunst sollte wieder gesellschaftlichen Aufgaben dienen und die Trennung in einzelne kunsthandwerkliche Disziplinen aufgehoben werden. Für Gropius war die Bauhütte ein Ideal, beim Bau der Sagrada Familia in Barcelona wurde sie Wirklichkeit. Obwohl das Bauhaus bereits 1933 - also nur 14 Jahre nach seiner Gründung - unter dem Druck der Nationalsozialisten geschlossen wurde, wirkt die legendäre Hochschule für Gestaltung bis in die Gegenwart fort, vor allem durch das Leben ihrer Lehrer und Schüler, und durch bestehende und neue Netzwerke im In- und Ausland.

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