Raubverleger und ihre Beute

Wie unseriöse Verlage die Wissenschaft unterwandern
Von Elke Ziegler und Lukas Wieselberg

"Publish or perish". Wer heute in der Wissenschaft erfolgreich sein will, muss veröffentlichen. So viel wie möglich und in Zeitschriften und Verlagen mit dem besten Ruf. Das freut die Wissenschaftsverlage, davon profitieren aber auch dubiose Akteure, die das Geschäftsmodell der seriösen Verlage kopieren. Sie stammen meist aus Indien oder dem arabischen Raum und geben ihren Fachzeitschriften oft Namen, die jenen von etablierten Journals ähneln. Sie ahmen auch deren Websites nach und locken so weltweit Forscher und Forscherinnen an.

Mindestens 400 Tausend haben laut Recherchen aus dem Vorjahr bei solchen Raubverlegern publiziert oder von ihnen veranstaltete Fake-Konferenzen besucht, auch 500 Wissenschafter und Forscherinnen aus Österreich. - Warum sie das getan haben und mittlerweile bereuen, erzählen sie in der Sendung. Und welche systemischen Zwänge dahinterstehen, analysieren Experten und Expertinnen.

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