Seeigel

AFP/XAVIER LEOTY

Symmetrische Stachelhäuter im Meer

Der Paläontologe Andreas Kroh über die Seeigel.
Teil 1: Vielfältige Zugänge
Gestaltung: Lothar Bodingbauer

Biologen, Paläontologen, Zellbiologen, Ökologen und Meeresforscher - viele Wissenschaftsgruppen beschäftigen sich mit Seeigeln, die für sie Modellorganismen darstellen.
Seeigel stehen entwicklungsgeschichtlich an der Grenze zwischen wirbellosen Tieren und Wirbeltieren. Die meisten Arten sind bereits Ende der Permzeit vor 250 Millionen Jahren ausgestorben, sie waren sehr unterschiedlich in ihren Erscheinungen. Aus den wenigen überlebenden Arten sind dann die heutigen Formen entstanden, die daher sehr einheitlich in ihrer Körperform sind.

Die meisten heute lebenden Stachelhäuter haben eine fünfstrahlige Symmetrie, die es außerhalb des Stamms der Stachelhäuter in der Natur nur noch bei Pflanzen gibt. Das machte sie schon in der Jungsteinzeit zu begehrten Objekten für kultische Zwecke.

In den marinen Ökosystemen halten Seeigel auf Riffen das Algenwachstum unter Kontrolle, sie ermöglichen dadurch den Riffen zu wachsen. Zusätzlich produzieren sie kalkhaltige Ausscheidungen, die die Riffe festigen.

Service

GESPRÄCHSPARTNER:

Dr. Andreas Kroh
Naturhistorisches Museum Wien

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