Opernabend - Live aus der Wiener Staatsoper

Giuseppe Verdi: "Luisa Miller"

Mit Nadine Sierra (Luisa Miller), Roberto Tagliavini (Graf von Walter), Freddie De Tommaso (Rodolfo), Daria Sushkova (Federica), Marko Mimica (Wurm), George Petean (Miller) u.a.
Chor und Orchester der Wiener Staatsoper; Dirigent: Michele Mariotti
(Live-Übertragung der Premiere aus der Wiener Staatsoper, in 5.1 Surround Sound)

Giuseppe Verdis Luisa Miller - nach 36 Jahren wieder in der Wiener Staatsoper. In einer ganz neuen Produktion, inszeniert von Philipp Grigorian, dirigiert von Michele Mariotti mit Publikumsliebling Freddie DeTommaso als Rodolfo und, erstmals in einer Premiere in Wien eingesetzt, mit der vielseitigen, wo immer sie auftritt, Jubelstürme entfachenden US-amerikanischen Sopranistin Nadine Sierra in der Titelrolle. Kurz nach der 125. Wiederkehr des Todestags von Verdi im Jänner, überträgt Ö1 die Staatsopern-Premiere von Luisa Miller live.

Vier Opern hat der italienische Komponist Giuseppe Verdi nach Vorlagen von Friedrich Schiller geschaffen: Don Carlos (1867 für die Pariser Grand Opéra), I Masnadieri (1847 für London), Giovanna d'Arco (1845 für die Mailänder Scala) - und Luisa Miller (1849 für das Teatro San Carlo in Neapel). Der Librettist Salvatore Cammarano war es, der für Verdi nach Friedrich Schillers Trauerspiel Kabale und Liebe das Textbuch zur Oper Luisa Miller verfasste - und wie so oft bei Verdi, hat der Komponist regen Anteil an der Gestaltung des Librettos genommen. Um von vornherein Einwänden der gefürchteten neapolitanischen Zensur zuvorzukommen, wurde die Handlung aus Deutschland nach Tirol verlegt, gegenüber der Schiller'schen Vorlage stark vereinfacht und auf den Liebeskonflikt reduziert - alle politisch brisanten Anspielungen des Trauerspiels wurden gestrichen. Dementsprechend erfuhr auch der Personenkreis des Dramas und die Zeichnung der Charaktere manche Änderung.

Im Dezember 1849 kam dieses Werk in Neapel zur Uraufführung - und das Publikum konnte dabei einen durchaus anderen Verdi kennenlernen als in dessen teils sehr heroischen Opern zuvor. Luisa Miller darf als erstes von Verdis Werken gelten, das im bürgerlichen Milieu spielt, ein Umstand, dem der Komponist mit einer weniger heroischen, im Vergleich zu früheren Opern sublimeren Kompositionsweise gerecht wurde. Und Luisa Miller sollte auch das erste Werk in Verdis Schaffens darstellen, das mit einem besonderen tenoralen Ohrwurm in die Operngeschichte einging. Es wird wohl kaum einen Tenor im italienischen Fach geben, der "Quando le sere als placido", die einschmeichelnde Arie des Rodolfo aus dem zweiten Akt nicht gesungen hat.

Drei Jahre nach der Uraufführung wurde Luisa Miller erstmals in Wien gezeigt, im Kärntnertor-Theater - und wie bei anderen Aufführungen dieser Oper nach Schiller im deutschen Sprachraum, und ganz anders als in Italien, glaubten auch in Wien die Kritiker, Schiller vor Verdi in Schutz nehmen zu müssen.

Im Wiener Opernhaus am Ring wurde das Werk erst 1974 erstmals präsentiert; nach siebenjähriger Absenz vom Spielplan wurde diese Produktion 1983 wiederaufgenommen, bis 1990 wurde sie gespielt. Jetzt, 36 Jahre später, kehrt Luisa Miller in einer ganz neuen Produktion, inszeniert von Philipp Grigorian und dirigiert von Michele Mariotti an die Wiener Staatsoper zurück - mit Publikumsliebling Freddie DeTommaso als Rodolfo und, erstmals in einer Premiere in Wien eingesetzt, mit der vielseitigen, wo immer sie auftritt, Jubelstürme entfachenden US-amerikanischen Sopranistin Nadine Sierra in der Titelrolle. Kurz nach der 125. Wiederkehr des Todestags von Giuseppe Verdi im Jänner, überträgt Ö1 die Staatsopern-Premiere von Luisa Miller live.

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