Meditierende Frau

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Achtsamkeit: Modewort oder Megatrend?

Ob Psychotherapie, Pädagogik oder Wirtschaft: Achtsamkeit durchdringt immer mehr Lebensbereiche. Gestaltung: Elisa Vass

Achtsam atmen, achtsam essen, achtsam Zähne putzen, achtsam wandern: Achtsamkeit ist heute so etwas wie ein Modewort. Zahlreiche Apps, Bücher und DVDs bieten Meditationen und andere Achtsamkeitsübungen an, ja selbst die Öffis in Wien fordern ihre Benutzer und Benutzerinnen auf, achtsam zu sein.
Bei Achtsamkeit geht es um eine Art bewusste und offene Wahrnehmung der eigenen Umwelt, der Mitmenschen und vor allem seiner selbst; Meditation ist ein Mittel, das dabei helfen soll. Das alles aber in die Esoterik- oder Yoga-Ecke zu stellen, wäre verfehlt. Achtsamkeit ist ein großer Trend, der die ganze Gesellschaft erfasst hat und auch von Wirtschaftsunternehmen immer mehr entdeckt wird. So bieten etwa Firmen wie Google, Apple, Bosch, DM, Siemens oder SAP ihren Führungskräften und Mitarbeitern Programme und Trainings zum Thema Achtsamkeit an - um Burnout sowie Stress vorzubeugen, aber auch um Arbeitsleistung und Arbeitszufriedenheit zu steigern. Zunehmend erreicht dieser Trend auch die österreichische Wirtschaft. In Wien wird seit dem Sommersemester 2018 sogar ein Hochschullehrgang zum Thema angeboten, das Interesse ist riesig.

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