Zwei Hände vor der Sonne

APA/DPA/FRISO GENTSCH

Krassimira Dimova - Im Gespräch

"Ich sah ein gleißendes Licht und erblindete für Stunden!" - Andreas Obrecht im Gespräch mit Krassimira Dimova, Heilerin (Erstausstrahlung am 25. Oktober 2018)

Es war im Jahr 1989 als Krassimira Dimova, damals im noch kommunistischen Bulgarien, Journalistin und Professorin für Deutsch und Literatur, etwas widerfuhr, das ihr ganzes Leben radikal veränderte und was sie sich bis heute nicht erklären kann. An einem ganz normalen Tag - Krassimira Dimova war 40 Jahre alt - hatte sie plötzlich das Gefühl, von einem Stromschlag getroffen worden zu sein. Sie sah sich in gleißendes Licht getaucht, brach zusammen und erblindete für viele Stunden.

Die Ärzte konnten nur feststellen, dass eine ungewöhnliche Hitze von ihrem Körper ausging. Sie selbst fand heraus, dass diese Hitze schmerzlindernd und heilsam auf andere Menschen wirkte. Die heilende Wirkung ihrer Hände blieb. Sie übersiedelte nach Kärnten und arbeitete in Kooperation mit der Schulmedizin bis 2017 als Handauflegerin.

Dabei ging es ihr - wie sie im Gespräch mit Andreas Obrecht erzählt - niemals darum, Heilung zu versprechen, sondern darum, Menschen in Not und in Schmerzen zu begleiten und ihnen den persönlichen Umgang mit chronischen Krankheiten zu erleichtern. In ihrem 2018 erschienenen Buch "Schneeglöckchenportraits" erzählt sie von berührenden Begegnungen und Erfahrungen mit schwerkranken Krebspatienten.

Heute widmet Krassimira Dimova ihre Kraft und ihre Zeit verarmten bulgarischen Dörfern und realisiert dort ihr Projekt "Du bist nicht allein", für das sie mehrfach ausgezeichnet worden ist.

Service

Krassimira Dimova, "Schneeglöckchenportraits - Eine Handauflegerin erzählt", Autobiographie, Hermagoras Verlag in Klagenfurt - Wien - Laibach, 2017

Sendereihe