Wenn der Gartensalat mit Blei verseucht ist

Schwermetall im Boden.
Eine steirische Ortschaft kämpft mit ihrem giftigen Bergbauerbe.

Im September vergangenen Jahres hat die Umweltabteilung der Steiermärkischen Landesregierung bei einer Routinekontrolle im steirischen Schrems bei Frohnleiten einen Bleigehalt im Boden gemessen, der sämtliche Grenzwerte überschritt. Das Blei war bis ins Gemüse der Hausbeete eingedrungen, in einem Ausmaß, das ein gesundheitliches Risiko für die Bevölkerung darstellt. Ursache ist ein historischer Blei-Silber-Bergbau, der bis Ende des 19. Jahrhunderts am Standort betrieben wurde. Von den siebzig betroffenen Einwohnern wurden Harn-, Blut- und Haarproben genommen. Der erste halbe Meter verseuchte Erde ihrer Gärten wird bis Ende des Jahres ausgetauscht. Über ein Dorf im Ausnahmezustand, das um eine Rückkehr zur Normalität ringt.

Gestaltung: Jonathan Scheucher


Randnotizen: Andrea Hauer

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