Kellergasse im Burgenland

APA/ROBERT JÄGER

Der gesellschaftliche Begleiter

Zur Kulturgeschichte des Alkohols. Mit Regina Thumser-Wöhs, Institut für Neuere Geschichte und Zeitgeschichte der Johannes Kepler Universität Linz.
Gestaltung: Hanna Ronzheimer

Das Geheimnis der Gärung kannten die Menschen schon vor Jahrtausenden. Bier, Wein und Met waren bereits bei den Sumerern beliebt. Hochprozentiges wurde allerdings erst ab dem siebten Jahrhundert hergestellt. Lange Zeit zog man den leichten Alkohol sogar dem Wasser als Durstlöscher vor, denn Alkohol tötete Erreger ab, die sich im ungeklärten Wasser befinden konnten. Außerdem hat Alkohol viele Kalorien- er galt daher früher auch als Nahrungsmittel.

Der preußische König Friedrich der Große (1712-1786) trat noch im 18. Jahrhundert einen Propagandafeldzug gegen den in Europa aufkommenden Kaffee an. Er selbst sei, sowie alle seine Vorfahren, mit Bier-Suppe erzogen worden, das sei "viel gesünder als der Caffee". Alkohol war schon immer auch eine Medizin, die schmerzlindernd wirkte - etwa bei Hippokrates, der sich gern mit Wein kurierte. Die gesundheitlichen Gefahren des übermäßigen Alkoholkonsums sind heute allseits bekannt und unbestritten, doch wissenschaftliche Erkenntnisse darüber gibt es erst seit gut 200 Jahren.

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