Der unbeliebte Geschmack +++ Medizin durch die Brille

1. Der gesundheitliche Mehrwert von Bitterstoffen

In Genussmitteln wird diese Geschmacksrichtung von der breiten Masse eigentlich nur noch in Bier, Kaffee und Tee toleriert. Auch aus Rucola, Grapefruit, Radicchio und Co. wurde die bittere Note herausgezüchtet. Damit tun wir uns aber keinen Gefallen. Denn viele der bitteren Nahrungsmittel und Kräuter sind sehr gesund. Sie regen das Immunsystem an und - wie schon seit Jahrhunderten bekannt - leisten sie einen wichtigen Beitrag zu einer gesunden Verdauung. Außerdem können sie beim Abnehmen helfen.
Ein Beitrag von Christian Kugler.

2. Virtuelle Realität zur Behandlung von Phobien, Schlaganfällen und Morbus Parkinson

Es gibt über 650 anerkannte spezifische Phobien. Häufig sind Ängste vor Spinnen, Hunden, Schlangen, Flugreisen, großen Höhen, engen Räumen oder Menschenansammlungen. Die Betroffenen vermeiden natürlich die für sie furchtbesetzten Situationen und dies kann ihr Leben sehr einengen. Eine wirksame Methode zur Angstreduktion ist die so genannte Expositionstherapie - eine Strategie aus der Verhaltenstherapie. Dabei setzen sich die Betroffenen den angstbesetzten Situationen bewusst aus, anfangs nur kurz und dann immer länger. Dadurch nimmt der Stress nachweislich ab. Diese Therapieform lässt sich besonders gut mit dem Einsatz von VR - Virtueller Realität - durchführen. Die Betroffenen sehen durch eine spezielle Brille eine Spinne, die ihnen über die Hand krabbelt, fahren mit einem gläsernen Lift ein Hochhaus empor usw. Im englischsprachigen Raum ist die virtuelle Realität bereits Standard in der Behandlung von Phobien. Wien beherbergt das einzige Therapiezentrum dieser Art im deutschsprachigen Raum. Virtuelle Realität steht ebenfalls im Fokus eines Forschungsprojekts der FH Technikum Wien und des Neurologischen Rehabilitationszentrums Rosenhügel. Hier werden Spiele entwickelt, die die Rehabilitation nach einem Schlaganfall positiv beeinflussen bzw. in der Behandlung von Morbus Parkinson und Multipler Sklerose hilfreich sind.
Ein Beitrag von Michaela Endemann.

3. Grätzel-Cafés für ältere Menschen in Wien

Gesunde Ernährung und Bewegung - diese zwei Eckpfeiler haben einen positiven Einfluss auf unsere Gesundheit. Mindestens genauso wichtig sind aber soziale Kontakte. Doch was, wenn der Partner und viele Freunde bereits verstorben sind und die Kinder weit weg wohnen? Viele Seniorinnen und Senioren, besonders in den Städten, sind von Einsamkeit betroffen. Die Wiener Gesundheitsförderung hat daher das Projekt "Gesund älter werden in Wien" ins Leben gerufen. Eines der Angebote sind die so genannten Grätzel-Cafés für Menschen ab 60. Hier kann man sich bei Kaffee und Kuchen unterhalten oder gemeinsame Unternehmungen planen. Eines dieser Grätzel-Cafés findet morgen in Meidling statt, von 10:30 bis 12:00, im Nachbarschaftszentrum 12, am Schöpfwerk 31. Und auch in Penzing darf getratscht werden - übermorgen Freitag von 13:30 bis 15:00, ebenfalls im Nachbarschaftszentrum am Kardinal Rauscher Platz 4.

4. Tierische Helfer

Auch Tiere können unser Wohlbefinden stark beeinflussen. Manche von ihnen haben aber besonders viel drauf - und da zählt natürlich der Hund dazu.
Hunde sind nicht nur Kuschel-, Spiel- oder Sportgefährten, für kranke oder behinderte Menschen sind sie unverzichtbarer Teil des alltäglichen Lebens.
So genannte Assistenzhunde bringen das läutende Handy, schlagen bei Unterzuckerung oder einem drohenden Epilepsie-Anfall Alarm, ziehen den Rollstuhl bergauf und vieles mehr. Für ihre herausfordernden Aufgaben benötigen die Tiere eine Zertifizierung. Sie wird seit 2015 durch das Messerli Forschungsinstitut der Veterinärmedizinischen Universität Wien vergeben. Bereits 260 Mensch-Tier Teams konnten in diesem Zeitraum ausgebildet werden. Erst vergangene Woche wurden wieder 13 Urkunden überreicht.

Redaktion: Christoph Leprich und Nora Kirchschlager

Service

1. Bitterstoffe:

Interviewpartnerin:

esswerk e.U.
Mag.a Andrea Ficala
Ernährungswissenschaftlerin
Leopold Ernst-Gasse 58/2
1170 Wien
Tel.: +43 (0)699 1799 1755
E-Mail
Homepage

Bitterstoffe - Die vergessenen Allrounder für Ihr Wohlbefinden
"Ganz schön bitter" - Artikel in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung
Bitter macht gesund

Buchtipp:

Dr. Andreas Hammering, "Gut, besser, bitter. Bitterstoffe - die geheimen Energiespender", Verlag Südwest

2. Virtual Reality:

Interviewpartner/innen:

Mag. Christian Dingemann
Psychologe
Gründer und Geschäftsführer von
Phobius - Phobiezentrum Wien
Neubadgasse 4
1010 Wien
Telefon: +43 1 29 3 6040
E-Mail
Homepage

Mathias Forjan, MSc
Fachhochschule Technikum Wien
Höchstädtplatz 6
1200 Wien
Tel: +43 1 333 40 77-385
E-Mail
Homepage

Info-Links:

Depress Anxiety. 2012 Feb;29(2):85-93. doi: 10.1002/da.20910. Epub 2011 Nov 7.
Virtual reality exposure therapy in anxiety disorders: a quantitative meta-analysis.
Opri? D1, Pintea S, García-Palacios A, Botella C, Szamosközi ?, David D.

Projekt Rehabitation
Virtual Reality for Neurorehabilitation: Insights From 3 European Clinics
Spezifische Phobien
Österr. Gesellschaft für Verhaltenstherapie

Sendereihe