Der Fluss Vjosa

AFP/GENT SHKULLAKU

Sommerreprisen: Bedrohte Flüsse

Die letzte Wilde
Wie die Wissenschaft für die Vjosa kämpft
Von Juliane Nagiller

Ungezähmt und unverbaut fließt die Vjosa über 270 Kilometer vom griechischen Pindosgebirge durch den Süden Albaniens bis ins Adriatische Meer. Durch unzugängliche Schluchten und breite Schotterbänke. Die Vjosa gilt als der letzte Wildfluss Europas. - In den nächsten Jahren sollen mehr als 2.500 Wasserkraftwerke errichtet werden, acht davon in Albanien. Umweltaktivisten wollen die Vjosa zum Nationalpark erklären, um den Fluss vor Staudämmen zu bewahren. Denn ihre Nebengewässer, Altarme, Schotterbänke und Auen stellen wertvolle Biotope für Fische, Wasserinsekten, Frösche, Vögel, Spinnen und Schnecken. Zudem beheimatet das Ökosystem viele seltene Tier- und Pflanzenarten. Einige sind in Mittel- und Westeuropa mittlerweile ausgestorben. Deshalb stellt sich auch die Wissenschaft an die Seite der Umweltschützer.

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