Lichtspiele

MARTIN STOLLENWERK

Eine musikalische Reise nach Comala

"Comala". Musiktheater von Germán Toro-Pérez. Gestaltung: Astrid Schwarz

Der gebürtige Kolumbianer Germán Toro-Pérez ist ein profilierter Komponist sowohl der Elektroakustik als auch der Instrumentalmusik mit und ohne Elektronik. Im Mai 2017 wurde sein erstes Musiktheater "Reise nach Comala" nach dem Roman "Pedro Páramo" von Juan Rulfo in Zürich uraufgeführt. Dort leitet er seit 2007 das Institute for Computer Music and Sound Technology (ICST) der Zürcher Hochschule der Künste. Davor war Toro-Peréz in Wien Leiter des Lehrgangs für Computermusik und elektronische Medien, hatte eine Gastprofessor für Elektroakustische Komposition an der Universität für Musik und darstellende Kunst, wo er auch selbst studiert hat.

Der Ort Comala, zur Zeit der Mexikanischen Revolution, ist ein Stimmenspeicher der Unerlösten, die mit ihrem Dorf untergegangen sind. Ihre Selbsttäuschungen und Illusionen innerhalb eines Systems aus Abhängigkeit und Mittäterschaft zeichnen das Bild einer rigiden, erstarrten Gemeinschaft, die zur Erneuerung nicht fähig ist.

In diesem "Zeit-Ton" beleuchten wir den Weg von Germán Toro-Pérez zu seiner "Reise nach Comala" und streifen Werke, die dem Musiktheater den Weg bereiteten.

Service

Germán Toro- Pérez
Video von Reise nach Comala

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