Zukünftige Formen künstlerischer Zusammenarbeit im digitalen Raum

ITERATIONEN/Collective Contamination
Stück für Radio

ITERATIONEN untersucht und entwickelt mögliche Formen zukünftiger künstlerischer Zusammenarbeit im digitalen Raum, abseits gängiger Social-Media-Plattformen. Im Rahmen dieses Projektes, das sich am konzeptuellen Modell der Iteration orientiert, erarbeiten KünstlerInnen, TheoretikerInnen und WissenschafterInnen gemeinsam künstlerische Strategien und Praktiken in digital-vernetzten Kontexten.

In sogenannten "handover meetings" übergeben die TeilnehmerInnen eine Auswahl ihrer Konzepte und Arbeiten an die KünstlerInnen der nächsten Iterationen-Arbeitsgruppe und bringen ihre Überlegungen, Ergebnisse und Erfahrungen ein. Traditionelle Begriffe von Einzelautorschaft und individuellem geistigen Eigentum werden zugunsten erweiterter Text- und Werkverständnisse aufgegeben.

Der Open-Source-Grundidee folgend, wird eine gemeinsam vereinbarte Struktur für alle Aktivitäten etabliert und schafft damit einen Rahmen für den kollektiven und kollaborativen Prozess und die daraus entstehenden Reaktionen und Erkenntnisse. Das in diesem Kunstprojekt generierte Wissen kann als Basis für zukünftige Vernetzungsmodelle herangezogen werden. Im Zuge des Projektes werden Praktiken, Materialien und generiertes Wissen dokumentiert, das sowohl spezifischen Zielgruppen (KünstlerInnen, ProgrammiererInnen, AktivistInnen) als auch einem breiteren Publikum zugänglich gemacht wird. Die Intention von ITERATIONEN ist, das Internet angesichts seiner immer weiter wachsenden Komplexität und Vereinnahmungstendenzen als dezentrale, freie Struktur für Kunst und Kultur zu erhalten.

Nach einer Reihe von Online-Treffen trafen sich die KünstlerInnen zu einem zehntägigen intensiven Austausch im esc medien kunst labor in Graz. Unterschiedlichste Aktivitäten, Aktivierungen, Mikro-Performances, Treffen, Aufnahmen, Diskussionen, gemeinsames Schreiben, wurden in den Ort eingeschrieben. Das esc medien kunst labor verwandelte sich wieder einmal in ein Raumlaboratorium, in dem Ideen rund um Collaboration Contamination entstanden. Das Ergebnis sind mehrere temporäre Installationen und ein Radiokunststück für das Ö1 Kunstradio.

Das EU-Projekt ITERATIONEN ist eine Koproduktion der Medienkunstinitiativen Constant in Brüssel, Hangar in Barcelona, Dyne.org in Amsterdam und Sizilien und esc medien kunst labor in Graz.


ITERATIONEN/Collective Contamination - Stück für Radio

Die im Rahmen dieser mehrmonatigen Zusammenarbeit entstandenen akustischen Materialien bildeten den Ausgangsstoff für eine weitere Iteration in der Bearbeitung für Radio. Reni Hofmüller und Norbert Math erweiterten den Klangpool.
Reni Hofmüller übernahm die Gestaltung der konkreten Iteration Collective Contamination. Stück für Radio.

KünstlerInnen: Nayarí Castillo, Reni Hofmüller, Antonia Manhartsberger, Norbert Math, Mia Melvaer, Constanza Mendoza, Ulla Rauter, Martin Rumori

Stimmen: Nayarí Castillo, Giulia Deval, Julia Gorostidi, Marta Gracia, Reni Hofmüller, Rosa Llop, Antonia Manhartsberger, Norbert Math, Mia Melvaer, Constanza Mendoza, Lluis Nacenta, Ulla Rauter, Martin Rumori, Iris Torruella, Azahara Ubera

Arrangement: Reni Hofmüller und Norbert Math

Service

Ö1 Kunstradio
Iterationen Phase II

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