Children in Ruanda

AFP/ISAAC KASAMANI

Vergessene Krisen in Burundi und Ruanda

"Die Kinder des Genozids". - Gestaltung: Kerstin Tretina

Chancenlos mitten im Überfluss: Nach Jahrzehnten von Massakern und Konflikten sind es heute vor allem Armut und Hunger, die die beiden afrikanischen Nachbarländer Burundi und Ruanda prägen. In diesem Sommer hat man in Ruanda - 25 Jahre danach - der Opfer des Genozids gedacht. 1994 hatten Angehörige der Volksgruppe der Hutu innerhalb von drei Monaten mindestens 800.000 Menschen getötet. Die meisten Opfer waren Angehörige der Minderheit der Tutsi, aber auch viele gemäßigte Hutu wurden getötet. Viele der Täter waren Staatsbedienstete, etwa aus Armee oder Polizei.

Ruanda und das Nachbarland Burundi gehören zu den ärmsten Ländern der Welt. Und das, obwohl das Land fruchtbar und von großen Naturkatastrophen verschont geblieben ist. Vor allem die Lage in Burundi zählt zu den vergessenen Katastrophen der Welt. Jedes zweite Kind leidet in Burundi unter den Folgen von Unter- und Mangelernährung. Und es sind viele Kinder: Die Hälfte der gesamten Bevölkerung ist jünger als 15 Jahre.

Die katholische Hilfsorganisation Caritas versorgt mit ihren Partnern vor Ort Kinder und Familien mit Nahrungsmitteln und unterstützt darüber hinaus die Menschen auch, selbst wieder auf die Beine zu kommen. Zum Beispiel mit Landwirtschaftstrainings. Ziel der diesjährigen Anti-Hungerkampagne der Caritas ist es, die Einkommenssituation der Familien von 150.000 Kindern in 15 Ländern wie etwa Burundi so zu verbessern, dass sie ihre Kinder langfristig gut ernähren können.

Kerstin Tretina hat vergangenes Jahr die beiden Länder Burundi und Ruanda im Zentrum Afrikas im Zuge einer Journalistenreise der Caritas Österreich besucht. Die Reise wurde im Rahmen des MIND-Projektes der Europäischen Union kofinanziert. Eine Reportage aus Burundi und Ruanda im Rahmen unserer Sommerserie "Das Beste zum Wiederhören".

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