Polanskis "J' accuse" in Venedig ++ Kammermusik am Mondsee ++ Wiener Philharmoniker starten Orchesterakademie ++ "Giallo" im Filmmuseum

1. Polanski über die Dreyfus-Affäre
2. Musiktage Mondsee eröffnen
3. Orchesterakademie der Wiener Philharmoniker
4. "Giallo": Retrospektive im Filmmuseum

Beiträge

  • Polanskis "J'accuse" in Venedig

    1894 wurde der französische Artillerie-Hauptmann Alfred Dreyfus wegen Landesverrats schuldig gesprochen, er soll für das deutsche Kaiserreich spioniert haben. Ein Justizirrtum, der in der Folge die sogenannte Dreyfus-Affäre ins Rollen brachte. Der französisch-polnische Regisseur Roman Polanski hat nun mit seinem Film "J'accuse - An officer and a Spy" den Fall für das Kino neu aufgerollt. Heute findet die Premiere des Films, der im Wettbewerb um den Goldenen Löwen läuft, am Lido von Venedig statt. Bei der Pressekonferenz am Lido konnte Regisseur Polanski nicht teilnehmen, weil er aufgrund eines immer noch anhängigen Strafverfahrens in den USA und eines Auslieferungsabkommen mit Italien nicht nach Venedig gereist ist. Stattdessen wird Polanskis Ehefrau, die Schauspielerin Emanuelle Seigner, in Venedig sein.

  • Musiktage Mondsee eröffnen

    Heute werden im Salzkammergut die Musiktage Mondsee eröffnet. Im Zentrum des 1989 gegründeten Kammermusikfestivals steht heuer Johann Sebastian Bach und die Frage, wie sehr der Barockkomponist die Nachwelt bis heute inspiriert hat.

  • Orchesterakademie der Wiener Philharmoniker

    Die Wiener Philharmoniker starten mit rund einem Dutzend junger Musiker und Musikerinnen zusätzlich in die neue Saison: Sie sind Mitglieder der Orchesterakademie, ein Projekt, das nun beginnt und in Salzburg vorgestellt wurde. Die Akademie soll den Übergang vom Studium zum Beruf erleichtern und fit machen für die allerbesten Orchester.

  • "Giallo": Retrospektive im Filmmuseum

    In der christlichen Ikonografie kann die Farbe Gelb für Ketzerei stehen, in China symbolisiert sie den Kaiser und steht für Ruhm und Fortschritt. In Italien steht "giallo" für den Krimi. Ab den 1920er Jahren wurden in einer Buchreihe bei Mondadori Übersetzungen von Autoren wie Edgar Wallace oder Agatha Christie in Romanheften mit gelben Einbänden veröffentlicht. Das davon abgeleitete Filmgenre Giallo markiert eines der wohl markantesten Kapitel der italienischen Filmgeschichte. Seine Blütezeit feierte dieses Genre in den 1970er Jahren. Es bringt Kriminalgeschichten auf die Leinwand, die zwischen, Horror, Erotik und Gewalt oszillieren. Selten kommt ein Film ohne Kunstblut aus, das gleich literweise verspritzt wird. Die Regisseure des Giallo bestechen aber auch mit ihrer Experimentierfreude. Das österreichische Filmmuseum in Wien widmet diesem Genre jetzt eine umfassende Schau. Unter dem Titel "Giallo. Italiens Thriller Moderne" werden ab 30. August bis zum 24. Oktober rund 40 Filme gezeigt.

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