Schummrige Stiegenhäuser, Schauergeschichten und freundliche Vampire

Als ich Kind war: die Schriftstellerin Renate Welsh

Rudi trifft im Funkhaus die Schriftstellerin Renate Welsh, die auch viele Kinder- und Jugendbücher verfasst hat. Sie ist die Erfinderin von Vamperl, dem kleinen, freundlichen Vampir. Neugierig wie Rudi ist, fragt er Renate Welsh nach ihrer Kindheit in Wien, nach dem zweiten Weltkrieg. Sie erzählt dem Radiohund von ihrer besten Freundin Gigi und deren Schauergeschichten, wie sie sich in finsteren Stiegenhäusern gefürchtet hat und wie sie sich die Zeit vertrieben hatte, wenn sie auf ihren Vater warten musste.


Renate Welsh: "Mein Vater war Arzt und wenn er Hausbesuche gemacht hat, musste ich oft im Stiegenhaus auf ihn warten."

Rudi: "Du warst als kleines Mädchen ganz alleine in fremden Stiegenhäusern?! Damals gab es ja noch keine Handys, mit denen man zum Zeitvertreib Musikhören konnte, oder Videos schauen, oder telefonieren. Was hast du denn die ganze Zeit gemacht?"

Renate Welsh: "Ich war eine Expertin für Hausordnungen. Die sind ja im Gang angeschlagen und die habe ich oft studiert und dann habe ich genau gewusst, an welchem Tag man im Stiegenhaus Schuheputzen darf. Und ich habe Treppenfliegen geübt."


Gestaltung: Johanna Steiner

Service

Literatur:
Renate Welsh, "Kieselsteine. Geschichten einer Kindheit", Czernin Verlag, 2019

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