Karl Popper

BILD ARCHIV AUSTRIA

Die "Offene Gesellschaft"- und was nun?

Karl Popper zum 25.Todestag
Gestaltung: Martin Haidinger

Er war "der Mann, der Karl Marx begrub", der "Drachentöter des Totalitarismus" und "the Man who taught us to be wrong", wie Zeitungen zu seinem Tod titelten. Vor 25 Jahren, am 17. September 1994, starb mit Karl Popper einer der bedeutendsten Wissenschaftsphilosophen des vergangenen Jahrhunderts.

Der Bub aus einer jüdischstämmigen Familie in Ober St. Veit in Wien (* 1902) wandte sich früh vom Marxismus und allen andere dogmatischen Ideologien seiner Zeit ab und entwickelte getreu seinem Vorbild Albert Einstein den Gedanken eines "kritischen Rationalismus". Seit Mitte der '30er-Jahre lebte, lehrte und forschte er in Großbritannien und Neuseeland und entging der Verfolgung durch die Nationalsozialisten.

1945 erschien eines seiner bekanntesten Bücher, sein sozialphilosophisches Hauptwerk "Die offene Gesellschaft und ihre Feinde". Darin argumentierte Popper, dass man "'Vernunft' und 'Vernünftigkeit' am besten als Offenheit für Kritik interpretieren kann - als Bereitschaft, sich kritisieren zu lassen, und als den Wunsch, sich selbst zu kritisieren; und ich versuchte Gründe dafür anzugeben, dass diese kritische oder vernünftige Einstellung auf so viele Gebiete wie möglich ausgedehnt werden sollte".

Von der Queen zum "Sir" geadelt, beeinflusste Karl Popper in seinen späten Jahren das österreichische Geistesleben entscheidend, nicht zuletzt durch seine oftmalige Teilnahme am "Europäischen Forum Alpbach".

Ein "Salzburger Nachtstudio" von Martin Haidinger erinnert an den bedeutenden Philosophen und analysiert die Aktualität des Konzepts der "offenen Gesellschaft" im 21. Jahrhundert.

Service

Literatur:

Kurt Salamun: "Ein Jahrhundertdenker. Karl R. Popper und die offene Gesellschaft." Molden-Verlag 2018

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