Cashew Apfel mit Nuss

AFP/SEYLLOU

Cashew: Guinea-Bissaus graues Gold

Der weltweite Cashewkonsum steigt jährlich. Davon profitieren auch afrikanische Länder. Gestaltung: Maria-Anna Dessewffy

Das an der afrikanischen Westküste gelegene Guinea-Bissau zählt zu den allerärmsten Ländern der Erde. Nach der Unabhängigkeit von Portugal im Jahr 1974 ist es nicht gelungen, die ganz auf die Bedürfnisse der Kolonialmacht ausgerichtete Wirtschaft umzustrukturieren. Verantwortlich dafür waren nicht nur ein Bürgerkrieg und Militärputsche, sondern auch grassierende Korruption und schlechte Regierungsführung. Guinea-Bissau gilt als Zentrum des Drogenschmuggels in Afrika.
Doch es gibt auch einen Hoffnungsschimmer: In den letzten Jahren werden vermehrt Cashew-Nüsse angebaut und ausgeführt, das kleine Land gehört inzwischen zu den 10 größten Cashew-Produzenten der Welt. Dem Cashew-Boom verdanken große Teile der bitterarmen Landbevölkerung von Guinea-Bissau eine bescheidene Verbesserung ihres Lebensstandards.

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