Gargausische Kinder

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Die Gagausen

Ein christliches Turkvolk in Europa
Von Brigitte Voykowitsch

Weniger als 250.000 Gagausen soll es weltweit geben. Die meisten von ihnen leben im Süden der Republik Moldau. Dort haben sie sich Mitte der 1990er Jahre auch eine Autonomie für ihr Siedlungsgebiet erkämpft. Hintergrund waren die Sprach- und Nationalitätenkonflikte, die nach der Auflösung der Sowjetunion in der Republik Moldau ausbrachen. Die Gagausen sprechen neben ihrer eigenen Sprache, einer Variante des Türkischen, vor allem Russisch. Als die Regierung in Chisinau in den 1990er Jahren das Moldauische forcierte, fühlten sich die Gagausen benachteiligt und bedrängt. Woher die Gagausen ursprünglich kamen und woher ihr Name stammt, ist bis heute nicht eindeutig geklärt. Fest steht, dass es sich um ein Turkvolk handelt, das sich sehr bald zum christlich-orthodoxen Glauben bekannte und ab dem 19. Jahrhundert verstärkt auf dem Territorium der heutigen Republik Moldau ansiedelte.

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