Krankralle

ORF/JOSEPH SCHIMMER

Gemischte Gefühle

Wie Eifersucht Beziehungen zerstört.
Gäste: Sabine Klar, Psychotherapeutin in Wien & Harald Oberbauer, Psychiater am Department für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik der Tirol Kliniken. Moderation: Marlene Nowotny
Anrufe kostenlos aus ganz Österreich unter 0800 22 69 79

Die Eifersucht sei ein angeborener Instinkt, behauptet die Wissenschaft. Nicht einmal Tiere bleiben davon verschont. Experimente mit Hunden zeigen beispielsweise, dass die es gar nicht gut aushalten, wenn sich Herrchen oder Frauchen mit schwanzwedelnden Stoffhunden beschäftigen. Auch Charles Darwin attestierte seinem 15 Monate alten Sohn Eifersuchtsanwandlungen, wenn sich der Vater einer Puppe zuwandte.

Tatsächlich geben 98 Prozent der Menschen an, eifersüchtig zu sein, auf ihre Geschwister, ihre Freunde, aber vor allem ihre Partner. Denn bei Verliebten kommt die Gefühlswelt besonders leicht durcheinander. Die Eifersucht beinhaltet unterschiedlichste Emotionen, von Wut über Neid und Missgunst bis hin zu schweren Trennungs- und Verlustängsten. Wer krankhaft eifersüchtig wird, vermutet ständig Vertrauensbrüche und Betrug und spioniert dem Partner hinterher. Mitunter führt der Kontrollwahn auch zu Aggression und Gewalt.

Wer rasend eifersüchtig wird, braucht psychiatrische bzw. psychotherapeutische Hilfe und findet sie beispielsweise in der Eifersuchtssprechstunde der Universitätsklinik Innsbruck. Es ist das einzige Angebot dieser Art im deutschsprachigen Raum. Der Leiter der Sprechstunde, der Psychiater Harald Oberbauer, diskutiert mit der Paartherapeutin Sabine Klar darüber, wie viel Eifersucht eine Beziehung verkraften kann, wann Eifersucht krankhaft wird und was man tun kann, um Betroffenen zu helfen.

Ist Eifersucht ein Ausdruck von Zuneigung oder Gift für die Beziehung? Reden Sie mit! Unter 0800 22 69 79 - kostenlos aus ganz Österreich - live in der Sendung oder schreiben Sie ein E-Mail an punkteins(at)orf.at

Sendereihe

Playlist

Untertitel: Billie Holiday and Arthur Herzog Jr.
Titel: Don't Explain Nina Simone (davon 7 Sekunden unterlegt)
Ausführende: Nina Simone
Länge: 04:20 min
Label: Blue Note

Untertitel: Billie Holiday and Arthur Herzog Jr.
Titel: Don't Explain (davon 5 Sekunden unterlegt)
Ausführende: Damien Rice & Lisa Hannigan
Länge: 03:04 min
Label: Universal

Untertitel: Billie Holiday and Arthur Herzog Jr.
Titel: Don't Explain (davon 27 Sekunden unterlegt)
Ausführende: Jim Hall
Länge: 02:53 min
Label: Verve

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