Eigenes Internet für Russland

1. Wie sich Moskau vom WWW abschotten will

2. Keine politische Werbung mehr auf Twitter

3. Mehr als die Hälfte der Weltbevölkerung online

1. Am Freitag ist in Russland ein umstrittenes Gesetz in Kraft getreten: es schafft ein eigenständiges russisches Internet und schottet das Land nach außen ab. Die Befürworter sehen im "Runet" ein Bollwerk gegen Cyberangriffe aus dem Ausland, Kritiker sprechen von einem Staatsinternet und totaler Kontrolle. Schon jetzt sperrt Russland Seiten wie jene von Regimekritikern, die bei uns frei zugänglich sind. Mehr über das russische Internet von Oliver Soos aus Moskau.

2. Twitter möchte gesponserte Tweets von Politikern und Lobbyisten verbieten. Das kündigte Twitter-Chef Jack Dorsey vor kurzem an. Reichweite für politische Botschaften solle verdient sein, nicht gekauft, so Dorsey via Twitter. Darüber hinaus forderte er Facebook und Google auf, politische Werbung ebenfalls zu verbannen, auch angesichts des kommenden Präsidentschaftswahlkampfs in den USA.

3. Weltweit sind 4,1 Milliarden Menschen online, das sind 54% der Weltbevölkerung. Das berichtet die Internationale Fernmeldeunion. Beachtlich ist der Gendergap: während in Europa der Anteil von Frauen und Männern annähernd gleich ist bzw. der Unterschied schrumpft, geht die Geschlechterschere in Afrika, Asien oder arabischen Staaten zuungunsten der Frauen immer weiter auf. 2013 waren in den am wenigsten entwickelten Ländern 29,9 Prozent weniger Frauen als Männer online. In diesem Jahr waren es 42,8 Prozent weniger (APA).

Moderation und Redaktion: Franz Zeller

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