Dmitri Mendelejew

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Mendelejews Matrix

Wie vor 150 Jahren das Periodensystem entstand
Von Franziska Schwarz

Bis 1869 war die Chemie mehr Alchemie als eine strukturierte Wissenschaft, weil niemand es geschafft hatte, den Elementen eine Ordnung zu geben. Dann kam der 6. März, an dem Dmitri Mendelejew das Periodensystem präsentierte, und nun war klar, wie die Elemente, aus denen unsere materielle Welt aufgebaut ist, zusammenhingen. Eine wissenschaftliche Leistung, für die der Russe erst Jahrzehnte später wirklich geehrt wurde und die ohne die neu entwickelte Spektralanalyse zweier Deutscher nicht möglich gewesen wäre. Erst durch die optischen Fingerabdrücke, die Robert Bunsen und Gustav Kirchhoff von den Elementen genommen hatten, konnten sie experimentell nachgewiesen, unterschieden und systematisiert werden.

Nun war es auch möglich, weitere Elemente vorherzusagen bzw. aufzuspüren. So schlossen sich die Lücken, die Mendelejews Periodensystem aufwies: 118 Elemente sind es heute, geordnet nach Atomgewicht und chemischer Ähnlichkeit. Besonders erfolgreich war der Österreicher Carl Auer von Welsbach, der gleich vier Elemente beisteuerte. Wie Mendelejew hatte er im Labor von Robert Bunsen gearbeitet.

Im Auer von Welsbach Museum im kärntnerischen Althofen kann man sich informieren, wie diese Fortschritte in das für die moderne Chemie fundamentale Bohrsche Quantenmodell der Atome mündeten.

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