Finanzkrise im Vatikan

Vatikan vor dem Bankrott? +++ Arm in Salzburg - Caritas Inlandshilfe +++ Vielfalt in Südtirol: Zwischen Pasta und Speck. - Moderation: Alexandra Mantler

1. Vatikan vor dem Bankrott?

Der italienische Aufdeckerjournalist Gianluigi Nuzzi ist bekannt für seine Bücher über den Vatikan. Nicht nur die Aufklärung rund um Missbrauchsfälle innerhalb des Vatikan hat er ins Rollen gebracht. Gianluigi Nuzzi deckt auch immer wieder Missstände bei den vatikanischen Finanzen auf. Auch in seinem neuen Buch stellt er eine ganze Reihe von Fragen: Klafft ein Loch in den Finanzen des Vatikan? Droht dem Kirchenstaat gar ein finanzieller Kollaps?

Wenn es nach Nuzzis jüngstem Buch "Giudizio universale" auf Deutsch - "Das Jüngste Gericht" geht, dann lautet die Antwort: ja. Schuld daran soll eine ineffiziente Immobilienverwaltung ebenso sein wie sinkende Spenden, Klientelwirtschaft, Amtsmissbrauch, und Korruption. Und wieder einmal stellt er eine zentrale Forderung: mehr Transparenz in Finanzfragen des Vatikan. ORF-Korrespondentin Katharina Wagner berichtet über die jüngsten Vorwürfe aus Rom.


2. Arm in Salzburg - Caritas Inlandshilfe

Abseits von Domplatz, Sound of Music und Mozartkugel sieht das Leben oft wenig idyllisch aus in Salzburg. Heizkosten oder Miete zahlen? Warmes Wasser oder kalte Dusche?
Dass auch in Österreich für viele Menschen Armut eine Realität ist, darauf macht die Caritas heuer wieder im November und Dezember mit ihrer sogenannten Inlandshilfe-Kampagne aufmerksam. Rund 1,2 Millionen Menschen gelten hierzulande als von Armut betroffen oder armutsgefährdet. Die sogenannte Armutsgefährdungsschwelle lag im Vorjahr für Einpersonenhaushalte bei rund 1.260 Euro Monats-Einkommen.

Wie schwierig ist das Leben für von Armut Betroffene hierzulande? Und, welche Möglichkeiten gibt es, gegenzusteuern? Dazu hat die Caritas heuer zum Auftakt der Hilfskampagne bei einem Lokalaugenschein in Salzburg Einblicke gegeben. - Gestaltung: Andreas Mittendorfer


3. Vielfalt in Südtirol: Zwischen Pasta und Speck

Die Unterzeichnung des Vertrages von Saint-Germain hat sich im Herbst 2019 zum 100. Mal gejährt. Mit diesem Vertrag wurde nach dem Ersten Weltkrieg die österreichisch-ungarische Monarchie aufgelöst und es wurden die Bedingungen für einen neuen Staat Österreich festgeschrieben.

Im Vertrag von Saint-Germain wurde 1919 aber auch das von italienischen Truppen besetzte Südtirol endgültig Italien zugesprochen, obwohl dies eigentlich dem von den Siegermächten proklamierten Selbstbestimmungsrecht der Völker widersprochen hat. Damit wurde eine gemischtsprachige Region auf italienischem Boden geschaffen - in der 20 Jahre später - 1939 - ein für viele traumatischer Vorgang stattgefunden hat: die sogenannte Option. Deutsch- und Ladinischsprachige wurden gezwungen, sich zu entscheiden - zu bleiben und die italienische Kultur zu übernehmen oder in das Deutsche Reich unter NS-Herrschaft auszusiedeln.

Brigitte Krautgartner hat Südtirol 100 bzw. 80 Jahre nach diesen Ereignissen besucht - und unter anderem mit einem Zeitzeugen gesprochen. Sie berichtet von der kulturellen Vielfalt des Landes - zwischen Pasta und Speck sozusagen - und des religiösen Lebens der Region.

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